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Oberpfälzer übernimmt: Tobias Gotthardt führt die Amtsgeschäfte im Wirtschaftsministerium

Nach dem Tod von Hubert Aiwanger steht der Staatssekretär vor einer schweren Aufgabe. Bei seiner ersten Pressekonferenz kämpfte Gotthardt mit den Tränen – und versprach zugleich Verlässlichkeit.

München/Oberpfalz. Ein Oberpfälzer trägt bis auf Weiteres die Verantwortung für die Amtsgeschäfte im Bayerischen Wirtschaftsministerium: Tobias Gotthardt übernimmt nach dem Tod von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Der in Regensburg geborene Staatssekretär wuchs in Kallmünz im Landkreis Regensburg und in Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf auf. Seine Wurzeln liegen damit fest in der Oberpfalz. Bayerischer Wirtschaftsstaatsekretär

Wie schwer ihm dieser Auftritt fiel, wurde bei der Pressekonferenz am Freitag in München deutlich. Gotthardt kämpfte mit den Tränen. Mit Aiwanger verliert er nicht nur einen politischen Weggefährten, sondern auch einen engen Freund.

„Der Tod von Hubert Aiwanger trifft uns menschlich tief. Zugleich tragen wir Verantwortung für dieses Ministerium und für Bayerns Wirtschaft“, sagte Gotthardt. Er werde die Amtsgeschäfte mit Respekt vor Aiwangers Wirken und mit klarem Blick auf die anstehenden Aufgaben weiterführen.

Aus der Trauer heraus Verantwortung übernehmen

Aiwanger war am Mittwoch im Alter von 55 Jahren in Berlin gestorben. Gotthardt befand sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Delegationsreise in Singapur und kündigte seine umgehende Rückkehr nach Bayern an.

Bereits in seiner ersten Reaktion hatte der Staatssekretär sehr persönliche Worte gefunden: „Ich selbst verliere einen Vertrauten, Wegbegleiter und engen Freund, auf dessen Wort und Freundschaft ich mich immer verlassen konnte.“

Nun muss Gotthardt die Arbeit des Ministeriums weiterführen. Seine Botschaft an Unternehmen, Beschäftigte und Partner: „Dieses Haus bleibt handlungsfähig, ansprechbar und verlässlich.“

Energie und Arbeitsplätze im Mittelpunkt

Für die weitere Arbeit nannte Gotthardt vier Schwerpunkte. Ein zentrales Thema bleibt die Energieversorgung. Unternehmen müssten sich darauf verlassen können, ausreichend Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen zu bekommen. Dafür will er den Ausbau von Windkraft und Stromnetzen vorantreiben, zusätzliche verlässlich verfügbare Kraftwerksleistung erreichen und sich für die Zukunft der Biogasanlagen einsetzen.

Daneben geht es ihm um Arbeitsplätze und die Unterstützung der Betriebe beim wirtschaftlichen Wandel. Industrie, Mittelstand und Handwerk sollen leichter investieren können. Gotthardt setzt dabei auf weniger Bürokratie und steuerliche Entlastungen. Ziel sei es, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Bayern zu halten und neue zu schaffen.

Forschung soll schneller in den Betrieben ankommen

Auch junge Unternehmen, Künstliche Intelligenz und digitale Technologien will der Staatssekretär stärken. Forschungsergebnisse sollen schneller zu Produkten werden, die sich verkaufen lassen und Beschäftigung schaffen – in ganz Bayern.

Zugleich kündigte Gotthardt einen engen Austausch mit Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Kammern und Gewerkschaften an. Die Interessen der bayerischen Wirtschaft will er in Berlin und Brüssel vertreten. Internationale Partnerschaften und neue Absatzmärkte sollen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Gotthardt nimmt die Amtsgeschäfte des verstorbenen Ministers vollumfänglich wahr. Sollte er verhindert sein, übernimmt nach Angaben des Ministeriums Staatsminister Thorsten Glauber die Vertretung. Eine Ernennung Gotthardts zum Wirtschaftsminister ist damit nicht verbunden.

Transparenzhinweis: Grundlage dieses Berichts sind Pressemitteilungen des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, ergänzende Angaben zum Auftritt bei der Pressekonferenz sowie offizielle biografische Informationen zu Tobias Gotthardt. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.