Siemens Healthineers wird zu Healthineers – auch großer Standort in Kemnath betroffen
Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers will künftig nur noch unter dem Namen „Healthineers“ auftreten. Die Umbenennung ist Teil der geplanten Loslösung vom Siemens-Konzern. Auch für den großen Produktionsstandort im oberpfälzischen Kemnath mit mehr als 1.000 Beschäftigten bedeutet dies langfristig einen neuen Unternehmensnamen.
Kemnath/Erlangen. Ein bekannter Name verschwindet: Siemens Healthineers soll künftig nur noch Healthineers heißen. Das haben die beiden Unternehmen am Donnerstag bekannt gegeben. Mit der Umbenennung will der Medizintechnikkonzern seine zunehmende Eigenständigkeit unterstreichen. Die Markenumstellung soll 2027 beginnen und über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen.
Der Schritt steht im Zusammenhang mit der geplanten Abspaltung von Siemens Healthineers aus dem Siemens-Konzern. Siemens will seine Beteiligung entsprechend neu ordnen und sich künftig stärker auf industrielle Technologien und künstliche Intelligenz konzentrieren.
Kemnath ist ein bedeutender Produktionsstandort
Die Entscheidung betrifft auch den Standort Kemnath im Landkreis Tirschenreuth. Das dortige Werk zählt zu den großen Arbeitgebern der Region und beschäftigt mehr als 1.000 Menschen. Seit 1962 ist Siemens in Kemnath vertreten. Aus dem damaligen Zweigwerk entwickelte sich ein bedeutendes Kompetenzzentrum für Mechatronik und Medizintechnik.
In Kemnath werden unter anderem mechanische Komponenten und Baugruppen für moderne medizinische Geräte gefertigt. Der Standort deckt damit wichtige Bereiche der Produktpalette von Siemens Healthineers ab.
Erst im Juli 2026 hatte das Unternehmen eine umfangreiche Erweiterung des Werks angekündigt. Rund 70 Millionen Euro werden in eine neue Montage- und Fertigungshalle investiert. Das Gebäude mit einer Fläche von etwa 4.500 Quadratmetern soll Mitte 2027 in Betrieb gehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Fertigung von Komponenten für die Strahlentherapie sowie der weiteren Automatisierung der Produktion.
Die Investition unterstreicht die Bedeutung des Kemnather Werks innerhalb des internationalen Medizintechnikkonzerns.
Neuer Name soll Eigenständigkeit verdeutlichen
Bernd Montag, Vorstandsvorsitzender von Siemens Healthineers, stellte den künftigen Unternehmensnamen vor. Die Verbindung zu Siemens bleibe ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensgeschichte. Der neue Name solle jedoch stärker zum Ausdruck bringen, wofür das Unternehmen heute stehe: Medizintechnik und Innovationen im Gesundheitswesen.
Auch Siemens-Vorstandschef Roland Busch bezeichnete die geplante Umbenennung als logischen nächsten Schritt in der Entwicklung des Unternehmens.
Siemens Healthineers ist seit 2018 an der Börse notiert und gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Medizintechnik. Im Geschäftsjahr 2026 erzielte der Konzern mit rund 75.000 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 23,6 Milliarden Euro.
Entscheidung fällt im Februar 2027
Noch ist die Umbenennung nicht endgültig beschlossen. Die geplante Abspaltung soll den Aktionären beider Unternehmen bei den Hauptversammlungen im Februar 2027 zur Abstimmung vorgelegt werden. Auch die Namensänderung benötigt die Zustimmung der Hauptversammlung von Siemens Healthineers.
Nach Abschluss der Abspaltung soll die Umstellung schrittweise erfolgen. Dafür ist eine dreijährige Übergangsphase vorgesehen, in der unter anderem Unternehmensbezeichnungen und Produktregistrierungen angepasst werden.
Für den Standort Kemnath bedeutet dies zunächst vor allem eine Veränderung des Namens und des Markenauftritts. Konkrete Änderungen bei der Beschäftigung oder Produktion in Kemnath wurden im Zusammenhang mit der Umbenennung nicht angekündigt.

Transparenzhinweis: Grundlage dieses Berichts sind Pressemitteilungen von Siemens und Siemens Healthineers sowie ergänzende Recherchen zum Standort Kemnath. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

