Von Triebendorf in die Welt der Milliardäre: ARD-Doku über Christian Angermayer
Der Investor stammt aus dem Landkreis Tirschenreuth und machte am Stiftland-Gymnasium Abitur. Eine neue Dokumentation beleuchtet seinen Aufstieg – auch frühere Weggefährten aus seiner Jugend kommen zu Wort.
WIESAU/TIRSCHENREUTH. Bevor Christian Angermayer mit internationalen Investments und Kontakten zu einflussreichen Politikern und Unternehmern bekannt wurde, begann seine Geschichte im Stiftland: Er wurde in Triebendorf bei Wiesau geboren und machte am Stiftland-Gymnasium in Tirschenreuth sein Abitur. Jetzt beschäftigt sich eine ARD-Dokumentation mit dem Unternehmer und seinen Geschäften.
„Der Angermayer-Trip: Geschäfte, Macht und Pilze“ führt dabei auch zurück in die Oberpfalz. Neben Wirtschaftsexperten und ehemaligen Geschäftspartnern kommen frühere Weggefährten aus seiner Jugend zu Wort. Für Zuschauer aus dem Landkreis Tirschenreuth bietet der Film damit auch einen Blick auf die Anfänge eines Mannes, dessen Netzwerk inzwischen weit über seine Heimat hinausreicht.
Die Anfänge liegen im Stiftland
Angermayers Herkunft aus dem kleinen Triebendorf ist auch in internationalen Porträts ein Thema. Das Wirtschaftsmagazin Forbes beschrieb seinen Weg aus dem Dorf nahe der tschechischen Grenze in die internationale Geschäftswelt.
Die Erinnerungen früherer Weggefährten ergänzen in der Dokumentation das öffentliche Bild des Investors. Sie kennen ihn aus einer Zeit, bevor internationale Beteiligungen und prominente Kontakte seine Bekanntheit bestimmten.
Ein kritischer Blick auf Geschäfte und Einfluss
Der Film von Daniel Donath, Anne Grandjean und Leon Wenz entstand nach monatelangen Recherchen des rbb-Politikmagazins „Kontraste“ gemeinsam mit „Focus“ und dem österreichischen Nachrichtenmagazin „News“. Das Team recherchierte unter anderem in Wien, St. Tropez, Malta und der Oberpfalz.
Im Mittelpunkt stehen Angermayers geschäftlicher Erfolg, sein Netzwerk und sein politischer Einfluss. Donald Trump Jr., Tech-Investor Peter Thiel und CDU-Politiker Jens Spahn zählt Angermayer nach eigener Darstellung zu seinen engen Freunden. Die Dokumentation hinterfragt seine Erfolgsgeschichte und beschäftigt sich auch mit Verbindungen ins Umfeld Donald Trumps sowie nach Russland.
Zu seinen Geschäftsfeldern gehören Investitionen in Psychedelika – Substanzen, die Wahrnehmung und Bewusstsein verändern. Außerdem gehört er zu den Köpfen hinter den umstrittenen „Enhanced Games“, bei denen leistungssteigernde Mittel unter medizinischer Aufsicht zugelassen sind. Diese Projekte sind ebenfalls Thema des Films.
Dokumentation in der ARD-Mediathek
Das Erste strahlte die Dokumentation am Donnerstag, 22. Oktober, aus. Die längere Fassung ist in der ARD-Mediathek abrufbar und wird dort mit einer Laufzeit von 43 Minuten geführt.
Transparenzhinweis: Grundlage dieses Berichts sind eine Pressemitteilung des Rundfunk Berlin-Brandenburg, ergänzende Recherchen und Angaben zur Biografie Christian Angermayers. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

