Gefäßmedizin in Weiden: Fachärzte tauschen Wissen aus
Rund 40 Mediziner kommen zum ersten Gefäßforum Nordoberpfalz zusammen. Am 14. November bietet das Klinikum einen öffentlichen Gefäßtag mit kostenlosen Ultraschalluntersuchungen an.
WEIDEN. Wie lassen sich Gefäßerkrankungen besser erkennen und behandeln? Darüber haben sich rund 40 Ärztinnen und Ärzte beim ersten Gefäßforum Nordoberpfalz am Klinikum Weiden ausgetauscht. Die Fachtagung brachte niedergelassene Mediziner mit Spezialisten aus verschiedenen Einrichtungen zusammen.
Initiiert wurde das Forum von Privatdozent Dr. Wojciech Derwich, der seit April Chefarzt der Gefäßmedizin an den Kliniken Nordoberpfalz ist. Die Themen reichten von Durchblutungsstörungen der Beine und Verengungen der Halsschlagadern über Aortenaneurysmen bis zu Dialysezugängen und Krampfadern. Auch Weiterbildung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Versorgung standen auf dem Programm.
Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg
Der Ärztliche Direktor Prof. Thomas Bschleipfer betonte die Bedeutung einer starken Gefäßchirurgie für die Region. Gerade Menschen mit komplexen Erkrankungen könnten davon profitieren, wenn unterschiedliche Fachrichtungen eng zusammenarbeiten.
Prof. Thomas Schmitz-Rixen, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, erläuterte, wie gesundheitspolitische Entscheidungen die Patientenversorgung, die ärztliche Weiterbildung und den medizinischen Fortschritt beeinflussen. Neben moderner Technik brauche es tragfähige Strukturen und gut ausgebildete Fachkräfte.
Dr. Konstantin Kirchmayr vom Medizinischen Versorgungszentrum „Punktmed“ in Amberg stellte spezialisierte diagnostische Möglichkeiten und Veränderungen der arteriellen Gefäßwand vor, die nicht durch Arteriosklerose verursacht werden. Prof. Kyriakos Oikonomou vom Universitätsklinikum Frankfurt berichtete über das Zusammenspiel von offenen Operationen, Verfahren innerhalb der Blutgefäße, Forschung und Teamarbeit.
Derwich setzt für die Versorgung in der Nordoberpfalz auf ein erweitertes Behandlungsspektrum und eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten sowie umliegenden Kliniken. „Fortbildung ist keine Option, sondern unsere ärztliche Verantwortung“, betonte er.
Öffentlicher Gefäßtag am 14. November
Das Wissen soll auch die Menschen außerhalb der Fachwelt erreichen: Für Samstag, 14. November 2026, lädt die Klinik für Gefäßchirurgie zu einem Gefäßtag ins Foyer des Klinikums Weiden ein.
Im Mittelpunkt stehen Erkrankungen der Hauptschlagader sowie deren Früherkennung und Prävention. Besucherinnen und Besucher können nach Angaben der Klinik kostenfrei an einer Ultraschall-Screeninguntersuchung der Bauchaorta teilnehmen.
Ziel sei es, Risiken frühzeitig zu erkennen und schwerwiegende Komplikationen zu verhindern, erklärte Derwich. Eine Uhrzeit und Angaben zu einer möglichen Anmeldung wurden in der Pressemitteilung noch nicht genannt.
Foto: Friedrich Peterhans
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Kliniken Nordoberpfalz AG. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

