Verkehrssicherheitsexperten tagen in Falkenberg

FALKENBERG. Die Themen „Verkehrssicherheit und Unfallstatistik“ sowie „Feuerwehreinsätze in besonderen Einsatzlagen“ diskutierten Experten von Polizei, Feuerwehr und ADAC bei der jährlichen Verkehrstagung des ADAC Nordbayern auf Burg Falkenberg. Ein besonderes Highlight war dabei eine sehr realistische Rettungsübung mit den neuesten hydraulischen Rettungsgeräten.

„Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“, zitiert Thomas Dill, Vorstandsmitglied für Verkehr, Technik und Umwelt im ADAC Nordbayern e.V. den Paragrafen 1 der Straßenverkehrsordnung. Damit will er darauf hinweisen, dass viele Unfälle vermeidbar wären, wenn man im Straßenverkehr mehr aufeinander achten würde. Passend dazu gab Polizeipräsident Norbert Zink vom Polizeipräsidium Oberpfalz einen ersten Einblick in die Entwicklung der Unfallzahlen des vergangenen Jahres – diese werden Ende Februar offiziell veröffentlicht. Sorge bereitet ihm, dass immer öfter Senioren an Unfällen beteiligt sind. Dies liege auch an der veränderten Mobilität der älteren Generation. Erfolge könne man derweil bei der Gruppe der Motorradfahrer erkennen. Hier seien die Unfallzahlen deutlich zurückgegangen. Polizeipräsident Zink führt das auch auf die Präventionsarbeit der Polizei zurück.

Kreisbrandrat Andreas Wührl von der Kreisbrandinspektion Tirschenreuth erläuterte den Teilnehmern der Tagung die Aufgaben der Feuerwehren bei Verkehrsunfällen. Oft geht es bei einem Unfall um jede Minute, um Unfallopfer aus den oftmals stark beschädigten oder sogar brennenden Fahrzeugen zu retten. Eine große Herausforderung für die Feuerwehr sind passive Sicherheitssysteme in den Fahrzeugen. Sie sorgen einerseits für noch mehr Schutz der Fahrzeuginsassen, erschweren aber die Arbeit der Feuerwehr. Die Feuerwehren müssen deshalb ständig ihre Gerätschaften an die wachsenden Anforderungen anpassen.  Ein realistisches Bild eines Unfallszenarios demonstrierten die Feuerwehren Mitterteich, Wiesau und Falkenberg bei einer nachgestellten Personenrettung aus einem Unfallfahrzeug mithilfe moderner hydraulischer Rettungsgeräte.

Die enge Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten ist dem ADAC sehr wichtig. Daher möchte der Automobilclub mit Regionalen Verkehrstagungen zur Aufklärung und Vorbeugung von Unfällen beitragen. Um die Einsatzkräfte im Ernstfall zu unterstützen, rät der ADAC Nordbayern eine Rettungskarte im Fahrzeug zu hinterlegen. Darin können Retter schnell die nötigen Informationen finden, wie und wo sie effektiv und gefahrlos Spreitzer und Schneidwerkzeuge ansetzen können. Für den eigenen Fahrzeugtyp findet man die Rettungskarte unter www.rettungskarte.de