OberpfalzStadt Weiden

Spatenstich für Millionenprojekt: Neues HPZ-Wohnheim schafft 24 dringend benötigte Plätze

WEIDEN/IRCHENRIETH. Mit einem feierlichen Spatenstich ist in Weiden der Startschuss für ein bedeutendes Bauprojekt gefallen: Das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth errichtet am Standort „Hinterm Rangierbahnhof“ ein neues Wohnheim mit insgesamt 24 Plätzen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro.

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler betonte die besondere Bedeutung des Vorhabens: „Wir schaffen nicht einfach nur Wohnplätze, sondern einen Ort, an dem sich Menschen zuhause fühlen können, der Sicherheit gibt und individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.“

Breite Unterstützung und prominente Gäste

Der Spatenstich fand im Beisein zahlreicher Ehrengäste statt. Neben Weidens Bürgermeister Lothar Höher und dem designierten Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler waren auch Vertreter des Aufsichtsrates, der Bezirksverwaltung, der Heimaufsicht sowie Projektbeteiligte aus Bau und Planung vor Ort.

Die hohe Zahl an Gästen unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Region. Finanziell wird das Vorhaben maßgeblich unterstützt: Der Freistaat Bayern fördert den Neubau mit knapp 4,4 Millionen Euro, der Bezirk Oberpfalz steuert rund 750.000 Euro bei.

Inklusion im Fokus

Mit der Wahl des Standorts setzt das HPZ bewusst auf eine zentrale Lage. Die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie die Nähe zur Innenstadt sollen den künftigen Bewohnern eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

Geplant sind Plätze für 16 Werkstatt- sowie acht Förderstätten-Gänger. Für Bezirkstags-Vizepräsident Höher ist das Projekt daher ein „Meilenstein“ für die Inklusion und Teilhabe in der Region.

Fertigstellung bis 2028 geplant

Bemerkenswert ist auch das Tempo des Projekts: Zwischen Antragstellung und geplanter Fertigstellung Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 liegen lediglich vier Jahre. Angesichts der zahlreichen Beteiligten und komplexen Genehmigungsverfahren sei dies eine beachtliche Leistung, so Stadler.

Architekt Alexander Naumann stellte klar, dass bei der Planung der Mensch im Mittelpunkt stehe. Ziel sei es, optimale Rahmenbedingungen für die zukünftigen Bewohner zu schaffen.

Auch aus Sicht der Bewohnervertretung ist die Vorfreude groß: Vorsitzender Johannes Brandl blickt bereits gespannt auf den Einzug. Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Reil hob zudem hervor, dass der Neubau angesichts der langen Warteliste dringend notwendig sei.

Feierlicher Moment: Am Donnerstagnachmittag läutete der Spatenstich den Start für den Neubau des Wohnheimes „Hinterm Rangierbahnhof“ mit 24 Plätzen ein (v. l.): HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler, Johannes Brandl (Vorsitzender der HPZ-Bewohnervertretung), Weidens Bürgermeister Lothar Höher, der designierte neue Weidener Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler, HPZ-Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Reil, Architekt Alexander Naumann, Bauleiter Maximilian Hotek und die Leiterin für Sozialplanung des Bezirkes Oberpfalz, Anna Magin.
Foto: St. Landgraf