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ALIA in Weiherhammer nimmt sichtbar Gestalt an

Beim Richtfest werden die ersten Holzmodule gefeiert – Fertigstellung des rund 30 Millionen Euro teuren Quartiers ist für Mitte 2027 geplant

Weiherhammer. Mit dem Aufstellen der ersten Holzmodule hat das Generationenprojekt „Agil leben im Alter“ (ALIA) einen wichtigen Bauabschnitt erreicht. Rund 140 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen am Donnerstag, 9. Juli, zum Richtfest auf das Baufeld in Weiherhammer. Bis Mitte 2027 soll das neue Quartier vollständig fertiggestellt sein.

Die vorgefertigten Module wurden in Estland produziert und anschließend nach Weiherhammer transportiert. In den kommenden Monaten sollen weitere Bauteile folgen und schrittweise ausgebaut werden. Das gesamte Projektvolumen liegt nach Angaben der Verantwortlichen bei rund 30 Millionen Euro.

Wohnen, Pflege und Begegnung an einem Ort

Auf dem rund 14.000 Quadratmeter großen Gelände sollen unterschiedliche Pflege- und Wohnformen, ein Kinderhaus, ein Begegnungszentrum mit Saal und Café, ein Pfarrheim, Gewerbeflächen sowie ein öffentlicher Park entstehen. Die Fläche entspricht ungefähr zwei Fußballfeldern.

Das viergeschossige und barrierefreie Gebäude wird ab dem Keller in Holzmodul- und Elementbauweise errichtet. Ein innerer Ring erschließt die einzelnen Gebäudeteile. Systeme für Lüftung, Heizung und Kühlung sollen eine raumgenaue Temperierung sowie eine automatische Kontrolle der Luftqualität ermöglichen.

Nach Darstellung der Projektverantwortlichen zählt das Vorhaben aufgrund seiner Größe, Komplexität und Nutzung zu den größten Modul- und Elementbaustellen Europas. Das Areal soll als Modell für generationenübergreifendes Wohnen und sogenannte sorgende Gemeinden dienen.

Gerlach würdigt Projekt für den ländlichen Raum

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach würdigte ALIA als Modell für eine moderne Pflege- und Versorgungsstruktur im ländlichen Raum. Foto: LUCE Stiftung

Zu den Gästen gehörte auch Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach. Sie bezeichnete ALIA als Vorzeigeprojekt für eine moderne und zukunftsfähige Pflege- und Versorgungsstruktur im ländlichen Raum. Die mehr als vier Millionen Euro aus dem bayerischen Förderprogramm „PflegeSoNah“ seien hier gut investiert.

Das Projekt zeige nach den Worten der Ministerin, wie Wohnen, Pflege, Prävention und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbunden werden könnten. Auch ein Vertreter der estnischen Botschaft nahm an der Feier teil.

ALIA-Geschäftsführer und LUCE-Vorstandsvorsitzender Severin Hirmer dankte allen Beteiligten für ihre Ausdauer. „Heute feiern wir, was wir mit und für die Sorgende Gemeinde Weiherhammer umfangreich geplant und konzipiert haben: Der ALIA-Bau wird realisiert und wir feiern die Installation der ersten Module auf dem Areal“, sagte Hirmer.

Von der Idee zum Modellprojekt

Auf dem ALIA-Areal in Weiherhammer wurden die ersten in Estland vorgefertigten Holzmodule aufgestellt. Bis Mitte 2027 soll das Quartier fertiggestellt sein. Foto: LUCE Stiftung

ALIA-Projektleiter Dr. David Rester erinnerte an die Entstehungsgeschichte. Das Konzept wurde gemeinsam von der LUCE Stiftung, der Gemeinde Weiherhammer und dem Verein zur Förderung der Seelischen Gesundheit im Alter, SEGA, entwickelt.

Dass aus der ursprünglichen Idee ein Modellprojekt entstehen konnte, sei vor allem Christian und Lars Engel, dem früheren Weiherhammerer Bürgermeister Ludwig Biller sowie Prof. Dr. Erich Bauer zu verdanken.

Architekt Christian Schönberger stellte beim Richtfest die Besonderheiten des Holzbaus und der demenzsensiblen Raum- und Freiraumplanung vor. Das Areal solle nicht nur funktional, sondern auch an den Bedürfnissen älterer und pflegebedürftiger Menschen ausgerichtet werden.

Gemeinde baut Kinderhaus und Begegnungszentrum

Die Entwurfsskizze zeigt das geplante ALIA-Quartier mit seinem zentralen Ring und den davon abgehenden Gebäudeteilen. Grafik: Schönberger Architekten/MODULMATIK/MATEK

Weiherhammers Bürgermeister Julian Kraus zeigte sich erfreut über den sichtbaren Fortschritt. Die Gemeinde ist gemeinsam mit der ALIA GmbH Teil der Bauherrengemeinschaft und realisiert auf dem Areal das Kinderhaus sowie ein Begegnungszentrum.

Kraus dankte dem Freistaat für die Förderung. ALIA werde das soziale Angebot der Gemeinde langfristig stärken und neue Möglichkeiten für das Zusammenleben der Generationen schaffen.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der LUCE Stiftung. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.