Kultur und MedienMenschenOberpfalz

Vier Kulturpreise gehen nach Tirschenreuth und Weiden

Bezirk Oberpfalz zeichnet neun Kulturschaffende und Projekte aus – rund 130 Bewerbungen eingegangen

FLOSSENBÜRG/REGENSBURG. Vier der neun Kultur-, Denkmal- und Jugendkultur-Förderpreise des Bezirks Oberpfalz gehen 2026 in den Landkreis Tirschenreuth und nach Weiden. Ausgezeichnet werden die Freunde Kooperatorenhaus Beidl, das Katholische Pfarramt Wernersreuth, die Mittelschule Waldsassen und das Jugendzentrum PlanB. Insgesamt lagen der Fachjury und den Bezirksräten rund 130 Bewerbungen vor.

Der Kulturausschuss gab die Preisträger bei seiner Sitzung im Veranstaltungszentrum der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg bekannt. Bezirkstagspräsident Franz Löffler zeigte sich vom Zuspruch und von der Qualität der eingereichten Vorschläge beeindruckt. Das kulturelle Schaffen in der Oberpfalz sei „extrem positiv“.

Insgesamt vergibt der Bezirk drei Kulturpreise mit jeweils 3500 Euro, drei Denkmalpreise mit jeweils 4000 Euro sowie gemeinsam mit dem Bezirksjugendring drei Jugendkulturförderpreise, die mit jeweils 1500 Euro dotiert sind.

Kooperatorenhaus Beidl wird zum ausgezeichneten Gemeinschaftsort

In der Kulturpreis-Kategorie „Gemeinschaftsorte“ fiel die Wahl auf die Freunde Kooperatorenhaus Beidl e.V. aus Plößberg. Nach Angaben des Bezirks hatten alle 14 eingereichten Projekte in dieser Sparte die Fachjury und die Politik nachhaltig beeindruckt.

Den Kulturpreis für Holzbildhauerei erhält Franz Weidinger aus Deining-Kleinalfalterbach im Landkreis Neumarkt. Der 60-Jährige arbeitet als selbstständiger Künstler in Deining und im italienischen Montecchio. Seine detailreichen Skulpturen aus Pappelholz verbinden nach Einschätzung der Jury traditionelle Bildhauerei mit modernen Ausdrucksformen.

In der Kategorie „Singer-Songwriter“ setzte sich das Regensburger Duo „Die Zweiten“ durch. Jacob Habermann und Benno Schurig überzeugten die Jury unter anderem mit tiefgründigen Texten, denen sie das Potenzial für einen überregionalen Durchbruch bescheinigte.

Denkmalpreis für ehemaligen Pfarrhof in Wernersreuth

Einer der drei gleichwertigen Denkmalpreise geht an das Katholische Pfarramt Wernersreuth. Der ehemalige Pfarrhof im Bad Neualbenreuther Ortsteil wurde nicht nur denkmalgerecht saniert. Nach Angaben des Bezirks wurde auch eine vielfältige Nutzung entwickelt, die der Ortsgemeinschaft und dem Zusammenhalt zugutekommt.

Ausgezeichnet werden außerdem Karin und Hans-Jürgen Arbogast. Sie haben ein sogenanntes Füllhaus aus dem 16. Jahrhundert im Stadtkern von Amberg behutsam saniert und zu ihrem Wohnsitz gemacht.

Der dritte Denkmalpreis geht an den Trägerverein Grenzwaldkirche Jägershof Schulkirche Zur Heiligen Familie e.V. Der Verein hat das „Jägershofer Kircherl“ in Warzenried im Landkreis Cham mit umfangreicher Eigenleistung restauriert.

Jugendprojekte aus Waldsassen und Weiden überzeugen

Die Mittelschule Waldsassen erhält den Jugendkulturförderpreis in der Kategorie „Gesellschaft – Soziokultur“. Ihr Projekt trägt den Titel „Demokratie zum Anfassen: Performance, Partizipation und ein 1:1-Realitätscheck“.

In der Kategorie „Kunst – ästhetisch-künstlerisches Handeln“ setzte sich das Jugendzentrum PlanB aus Weiden mit dem Projekt „Dulce Dolor“ durch. Rund 150 Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren beschäftigten sich über zwei Jahre hinweg mit Schmerz, negativen Gefühlen und persönlichen Erfahrungen. Dabei entstanden unter anderem Fotografien, Gemälde sowie Tanz- und Gesangsaufführungen.

Den dritten Jugendkulturförderpreis erhält die Projektgruppe „Todesmärsche“ der Mittelschule Bruck im Landkreis Schwandorf. Mit „DENKmal!“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Erinnerung an die Todesmärsche vor 80 Jahren. Das Projekt umfasst Zeitzeugendokumentationen und ein Denkmal im Gemeindegebiet von Bruck.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des Bezirks Oberpfalz. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

Rund 150 Jugendliche setzten sich im Projekt „Dulce Dolor“ des Jugendzentrums PlanB Weiden mit Schmerz und negativen Erfahrungen auseinander. Dabei entstanden unter anderem Fotografien, Gemälde sowie Tanz- und Gesangsaufführungen.