Heimatschutz übt in der Oberpfalz: „Lonely Wolf 26“ mit Märschen bei Tag und Nacht
KÜMMERSBRUCK. Zwischen dem 20. und 24. April wird es in der nördlichen Oberpfalz vermehrt militärische Bewegungen geben: Die Heimatschutzkompanie Oberpfalz aus Kümmersbruck (8./Heimatschutzregiment 1 – HschKp Oberpfalz) führt unter dem Übungsnamen „Lonely Wolf 26“ umfangreiche Marschübungen durch. Das teilte das Landratsamt Amberg-Sulzbach mit.
Rund 60 Soldaten werden dabei in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Regensburg unterwegs sein. Geplant sind sogenannte Durchschlagübungen zu Fuß – teilweise auch in den Nachtstunden. Unterstützt wird die Einheit von etwa zehn Radfahrzeugen, die die Truppe im Gelände begleiten.
Übung im freien Gelände
Die Märsche finden überwiegend abseits befestigter Straßen statt. Ziel ist es, das Verhalten und die Einsatzfähigkeit der Soldaten unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Dabei kann es auch zu kurzfristigen Sichtungen von Truppenbewegungen kommen – insbesondere in Wald- und ländlichen Gebieten.
Die Bevölkerung wird gebeten, Verständnis für die Übungen aufzubringen. Einschränkungen im Alltag sollen jedoch so gering wie möglich gehalten werden.
Heimatschutz: Unterstützung in Krisenlagen
Die Heimatschutzkräfte der Bundeswehr übernehmen eine wichtige Rolle im Inland. Ihr Auftrag umfasst unter anderem den Schutz kritischer Infrastruktur, die Unterstützung bei Naturkatastrophen sowie die Sicherung militärischer Anlagen.
Organisatorisch gehört die HschKp Oberpfalz zum Heimatschutzregiment 1 (Bayern), das Teil der Heimatschutzdivision des Heeres ist. Diese bündelt regionale Kräfte, die im Ernstfall schnell verfügbar sind und eng mit zivilen Behörden zusammenarbeiten.

Reservisten dringend gesucht
Ein wesentlicher Bestandteil der Heimatschutzkräfte sind Reservisten. Dabei handelt es sich meist um ehemalige Soldaten, die weiterhin ihren Dienstgrad mit dem Zusatz „d. Res.“ führen. Doch auch zivile Bewerber können über eine entsprechende Ausbildung in die Reserve einsteigen.
Voraussetzung sind unter anderem die deutsche Staatsbürgerschaft sowie eine Sicherheitsüberprüfung. Die Ausbildung erfolgt flexibel, etwa in Blocklehrgängen an mehreren Wochenenden. Auch ein Einstieg mit höherem Dienstgrad ist – etwa mit Hochschulabschluss – möglich.
Interessierte können sich über die Karrierecenter der Bundeswehr oder direkt beim Heimatschutzregiment Bayern informieren. Geboten werden militärische Ausbildung, Weiterentwicklungsmöglichkeiten und die Chance, in Krisensituationen aktiv zum Schutz des Landes beizutragen.

