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Neue Heimat für Bayerns digitale Landkarten

Stützelvilla als Hightech-Standort feierlich eingeweiht

WINDISCHESCHENBACH. Mit einem starken Signal für den ländlichen Raum ist in Windischeschenbach die neue Außenstelle „Digitale Landkarten Bayern“ offiziell eröffnet worden. In der aufwendig restaurierten Stützelvilla samt modernem Anbau entstehen rund 60 zukunftsorientierte Arbeitsplätze – ein bedeutender Impuls für die Region.

Finanz- und Heimatminister Albert Füracker betonte bei der Einweihung die besondere Verbindung von Tradition und Zukunft: Historische Bausubstanz und modernes Bauen gingen hier beispielhaft Hand in Hand. Gleichzeitig unterstreiche der neue Standort, dass innovative Technologien wie digitale Kartographie nicht nur in Großstädten, sondern bewusst auch im ländlichen Raum angesiedelt werden.

Kompetenzzentrum für Kartographie entsteht

Die neue Außenstelle ist Teil des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV) und ergänzt den Standort in Waldsassen. Gemeinsam bilden beide Einrichtungen künftig ein Kompetenzzentrum für die amtliche Kartographie in Bayern.

Hier werden digitale Landkarten für den gesamten Freistaat erstellt und kontinuierlich aktualisiert. Das Spektrum reicht von klassischen topographischen Karten über Freizeitkarten bis hin zu modernen 3D-Darstellungen. Viele dieser Angebote sind über den BayernAtlas öffentlich zugänglich und ermöglichen vielfältige Analysen.

LDBV-Präsident Daniel Kleffel hob die hervorragenden Arbeitsbedingungen am neuen Standort hervor und dankte insbesondere dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach sowie der Stadt Windischeschenbach für die enge Zusammenarbeit.

Millioneninvestition in Denkmal und Neubau

Der Freistaat Bayern investiert bis zu 22,8 Millionen Euro in das Gesamtprojekt. Neben dem Neubau wurden auch die historischen Räume der 1887 errichteten Stützelvilla umfassend saniert. Dabei blieb die ursprüngliche Raumaufteilung weitgehend erhalten.

Besonderes Augenmerk lag auf der Restaurierung kunstvoller Fresken im Stil des Historismus und des Jugendstils, die vor allem im Treppenhaus der Villa wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Auf dem Gelände entstanden zudem rund 2.000 Quadratmeter moderne Büro- und Nutzflächen. Ergänzt wird das Angebot durch Schulungsräume sowie Übernachtungsmöglichkeiten für Aus- und Fortbildungen.