PFAS-Alarm bei Grafenwöhr: Laura Weber fordert sofortiges flächendeckendes Monitoring
Grafenwöhr. Die Diskussion um sogenannte „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS) auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr spitzt sich zu. Nachdem die US-Garnison für mehrere Gewässer ein Angelverbot verhängt hat, sieht die Landtagsabgeordnete Laura Weber dringenden Handlungsbedarf. Besonders kritisch sei, dass belastete Gewässer in regionale Flusssysteme entwässern und aktuelle Messdaten für wichtige Flüsse der Region teilweise fehlen.
Weber kritisiert die Informationslage scharf. Die jüngsten PFAS-Messdaten für Creußen und Heidenaab stammten aus dem Jahr 2024, für den Röthenbach lägen keine belastbaren aktuellen Daten vor. Gleichzeitig würden sich Behörden gegenseitig auf Zuständigkeiten verweisen, während Analyseergebnisse teilweise nicht veröffentlicht würden.
Nach Ansicht der Grünen kommt die Entwicklung nicht überraschend. Bereits frühere Berichte hätten auf erhöhte PFAS-Belastungen in der Region hingewiesen. Weber verweist zudem auf ihre Schriftliche Anfrage an die Staatsregierung zur PFAS-Belastung bayerischer Gewässer. Die Antworten hätten vor allem auf bestehende Berichte und laufende Verfahren verwiesen, ein systematisches landesweites Monitoring gebe es bislang nicht.
Die Abgeordnete fordert deshalb:
- aktuelle und unabhängige PFAS-Messungen in Creußen, Heidenaab und Röthenbach,
- klare Zuständigkeitsregelungen zwischen den Behörden,
- die vollständige Veröffentlichung vorhandener Analyseergebnisse,
- ein flächendeckendes und regelmäßiges Monitoring von Böden, Gewässern und Trinkwasser.
„Die Bevölkerung rund um Grafenwöhr hat ein Recht darauf zu erfahren, welche Belastungen in ihrer Umgebung vorliegen. Veraltete Daten schaffen kein Vertrauen und schützen niemanden“, betont Weber.
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

