Notfall am Rollfeld realitätsnah geprobt
Großübung am Airport Nürnberg mit rund 460 Beteiligten
NÜRNBERG. Großeinsatz am Airport Nürnberg: Rund 250 Einsatzkräfte sowie zahlreiche weitere Beteiligte haben am Samstagvormittag den Ernstfall trainiert. Im Mittelpunkt stand der simulierte Zusammenstoß eines Kleinflugzeugs mit einem Vorfeldbus auf dem Rollweg. Ziel der umfassenden Notfallübung war es, Abläufe und Zusammenarbeit im Fall eines Flugunfalls praxisnah zu erproben und weiter zu verbessern.
Etwa 70 freiwillige Statisten stellten realistisch geschminkte Verletzte dar und sorgten für eine möglichst authentische Lage. Neben der Flughafenfeuerwehr waren unter anderem die Berufsfeuerwehr Nürnberg, mehrere Freiwillige Feuerwehren, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen, Polizei und das Luftamt Nordbayern im Einsatz. Auch ein Team der Notaufnahmen des Klinikum Nürnberg nutzte die Gelegenheit, um die Versorgung vieler Patienten innerhalb kurzer Zeit zu trainieren. Insgesamt wirkten rund 460 Personen mit.
Als Beobachter begleiteten unter anderem Hans Michael Weisky, Präsident des Bayerisches Rotes Kreuz, sowie Flughafengeschäftsführer Michael Hupe die Übung. Unabhängige Schiedsrichter aus verschiedenen Organisationen bewerteten die einzelnen Abläufe.
Die Vorbereitung hatte bereits neun Monate zuvor begonnen. Eine ursprünglich für November 2025 geplante Übung musste damals wegen eines Bombenfunds im Nürnberger Norden abgesagt und neu terminiert werden.
Der reguläre Flugbetrieb lief während der gesamten Übung uneingeschränkt weiter. Passagiere und Anwohner waren im Vorfeld informiert worden.
Die Übung in Zahlen
- 9 Monate Planung
- rund 70 freiwillige Statisten
- 250 Einsatzkräfte
- insgesamt rund 460 Mitwirkende



Das Szenario des Zusammenstoßes eines Flugzeuges mit einem Bus wurde dank vieler freiwilliger Statisten realitätsnah geübt. Fotos: Simon Rein / Airport Nürnberg

