OberpfalzPolitik

10.000 Unterschriften für Trinkwasserschutz: ÖDP-Petition erreicht starkes Signal

FINSTERMÜHLE. Mehr als 10.000 Menschen haben die Petition der ÖDP zum Schutz des Trinkwassers unterschrieben – online und auf Papier. Knapp 1.000 Unterstützer stammen aus der Oberpfalz. Innerhalb weniger Monate, von November 2025 bis Februar 2026, kam diese Zahl zustande.

„Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser muss Vorrang haben vor sämtlichen anderen Interessen“, betont Stefanie Weig von der ÖDP. Ziel der Petition ist es, den Trinkwasserschutz als Staatsziel in der Bayerischen Verfassung zu verankern. Die Landesregierung soll eine entsprechende Ergänzung auf den Weg bringen.

Trinkwasser als öffentliches Gut festschreiben

Konkret fordern die Unterzeichner, dass der Gesetzgeber im Freistaat Bayern das Trinkwasser ausdrücklich als öffentliches Gut definiert – sowohl in der Gesetzgebung als auch in der Landesplanung. Dieses Gut müsse in besonderer Weise geschützt werden.

„Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel“, sagt Stefanie Weig, Listenkandidatin der ÖDP für den Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Mit Blick auf die Einführung des Wassercents sieht sie problematische Entwicklungen. Während Bürger zur Kasse gebeten würden, könnten Großentnehmer Wasser in weiten Teilen kostenfrei nutzen. Trinkwasservorräte dürften keinesfalls zu handelbaren Gütern werden, die privaten Interessen ausgeliefert sind.

Klimawandel verschärft die Lage

Klimaveränderungen, zunehmende Dürreperioden und sinkende Grundwasserstände machten deutlich, dass Trinkwasser auch in Bayern keine Selbstverständlichkeit sei. Gleichzeitig steige das Interesse kommerzieller Akteure am Zugriff auf Wasserressourcen.

Die ÖDP fordert die Staatsregierung deshalb auf, klarzustellen, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser im Freistaat absolute Priorität habe. Künftige Landesplanung und Gesetzgebung müssten sich verbindlich an diesem Staatsziel orientieren.

Zum Abschluss bedankt sich die Partei bei allen Unterstützern der Petition. „Diese 10.000 Menschen fordern den Landtag auf, tätig zu werden. Jetzt sind die Abgeordneten am Zug, den Schutz unseres Trinkwassers verbindlich zu stärken“, so Stefanie Weig.