Spatenstich für Ortsumgehung Waldsassen/Kondrau: 93-Millionen-Projekt startet
Entlastung für Anwohner und bessere Anbindung nach Tschechien
WALDSASSEN. Nach jahrzehntelanger Diskussion ist es nun offiziell: Mit dem symbolischen Spatenstich haben Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Ulrich Lange, am Freitag den Bau der Ortsumgehungen von Waldsassen und Kondrau eingeleitet. Das Großprojekt an der Bundesstraße 299 soll die beiden Orte deutlich vom Durchgangsverkehr entlasten und die Verkehrsverbindung nach Tschechien stärken.
Die neue Trasse wird rund 4,9 Kilometer lang und umfasst insgesamt sieben Brücken sowie zwei Trogbauwerke. Aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten rechnen die Verantwortlichen mit einer Bauzeit von etwa acht Jahren. Die Investitionssumme liegt bei rund 93 Millionen Euro und wird vom Bund getragen.
Mehr Lebensqualität für Waldsassen und Kondrau
Derzeit rollen täglich rund 8.000 Fahrzeuge durch Waldsassen und mehr als 11.000 Fahrzeuge durch Kondrau. Besonders der Schwerlastverkehr sorgt seit Jahren für Belastungen durch Lärm, Abgase und erhöhte Unfallrisiken.
„Endlich Baustelle“, sagte Ulrich Lange beim Spatenstich. Mit der Ortsumgehung würden der Verkehrsfluss verbessert und die Bürgerinnen und Bürger von Verkehrslärm sowie Abgasen entlastet. Gleichzeitig steige die Verkehrssicherheit innerhalb der Ortslagen.
Auch Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter bezeichnete das Projekt als wichtigen Schritt für die Region. Die neue Ortsumgehung stärke die Erreichbarkeit, erhöhe die Lebensqualität und verbessere die Vernetzung mit dem Nachbarland Tschechien.
Wichtige Verbindung für die Grenzregion
Die neue Strecke soll künftig eine zentrale Rolle im grenzüberschreitenden Verkehr spielen. Sie verbessert die Verbindung von der Autobahn A93 über Waldsassen nach Tschechien. Dort wird derzeit die Autobahn D6 zwischen Prag, Karlsbad und Eger ausgebaut, deren Fertigstellung bis 2029 vorgesehen ist.
Gemeinsam mit der B303 und der A93 soll die B299 künftig den Personen- und Güterverkehr in der Region leistungsfähiger aufnehmen und abwickeln.
Größtes Projekt des Staatlichen Bauamts
Neben den Straßen- und Brückenbauwerken muss im Zuge der Arbeiten auch ein städtischer Abwasserkanal verlegt werden. Die Ortsumgehung Waldsassen/Kondrau gilt damit als das bislang größte Bauprojekt in der Geschichte des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach.
Die Maßnahme gehört zudem zu sechs Bundesfernstraßenprojekten in Bayern, für die der Bund Ende 2025 die Baufreigabe erteilt hatte.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

