11. Oberpfälzer Kontrolltag: Polizei zieht Bilanz nach Großkontrolle
OBERPFALZ. Mehr als 300 Polizeikräfte haben am Donnerstag beim 11. Oberpfälzer Kontrolltag rund 1.000 Fahrzeuge und etwa 1.500 Personen überprüft. Die groß angelegte Aktion des Polizeipräsidiums Oberpfalz stand erstmals im Zeichen des bayernweiten Schwerpunktmonats „Landstraßensicherheit“ und sollte vor allem gegen eine der häufigsten Unfallursachen vorgehen: überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit.
An zahlreichen stationären und mobilen Kontrollstellen im gesamten Regierungsbezirk nahmen die Einsatzkräfte Verkehrsteilnehmer genauer unter die Lupe. Im Fokus standen Geschwindigkeitsverstöße, die technische Sicherheit von Fahrzeugen, Abstandsverstöße sowie die Fahrtüchtigkeit der Fahrerinnen und Fahrer. Auch der Schwerverkehr sowie der grenzüberschreitende Personen- und Güterverkehr wurden intensiv kontrolliert.
Die Bilanz des Aktionstags zeigt den Handlungsbedarf deutlich: Rund 650 Geschwindigkeitsverstöße wurden registriert. Zudem stellten die Beamten in neun Fällen den Konsum berauschender Mittel fest. 28 Verkehrsteilnehmer waren ohne ordnungsgemäß angelegten Sicherheitsgurt unterwegs, während 35 Fahrer unerlaubt elektronische Geräte während der Fahrt nutzten. Wegen technischer Mängel mussten 24 Fahrzeuge ihre Fahrt beenden.
Besonders im Bereich des Schwerverkehrs wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. Von rund 200 kontrollierten Lastwagen und Transportfahrzeugen mussten etwa 50 wegen Mängeln bei der Ladungssicherung, Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten, Gefahrgutvorschriften oder Regelungen des Güterkraftverkehrs angezeigt werden.
Neben den Kontrollen setzte die Polizei auch auf Aufklärung. Ein Informationsstand am Regensburger Neupfarrplatz stieß auf großes Interesse. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich insbesondere über die Regeln und Risiken rund um die Nutzung von E-Scootern zu informieren.
Für Aufsehen sorgte zudem ein Einsatz auf der A6 bei Ulrichsberg. Dort kontrollierten Beamte gegen Mittag einen Dodge Ram mit mehreren polnischen Staatsangehörigen. In einer Reisetasche fanden die Einsatzkräfte mehr als 200.000 Euro Bargeld. Da die Insassen keine nachvollziehbaren Angaben zur Herkunft des Geldes machen konnten, wurde die Summe sichergestellt. Die Kriminalpolizei Weiden ermittelt nun wegen des Verdachts der Geldwäsche.
Am Kontrolltag waren neben der Polizei auch zahlreiche weitere Behörden beteiligt, darunter der Zoll, das Bundesamt für Logistik und Mobilität, die Staatsanwaltschaft, das Veterinäramt und das Technische Hilfswerk.
Das Polizeipräsidium Oberpfalz bewertet die Aktion als wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Mit Blick auf das Ziel der „Vision Zero“, die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden bis 2030 deutlich zu reduzieren, sollen derartige Kontrollen auch künftig ein fester Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit bleiben.
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

