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Regensburger Kulturpreis für Josef Menzl

Musiker erhält 10.000 Euro – Kulturförderpreise gehen an Paula Dischinger, Vincent Pollak und subsTanz

REGENSBURG. Der Musiker Josef Menzl ist mit dem Kulturpreis der Stadt Regensburg 2026 ausgezeichnet worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung wurde am Mittwoch, 21. Oktober, im Staatstheater Regensburg überreicht. Kulturförderpreise in Höhe von jeweils 2.500 Euro erhielten die Künstlerin Paula Dischinger, der Künstler Vincent Pollak und der Verein subsTanz.

Volksmusik mit neuen Einflüssen

Mit Josef Menzl würdigt die Stadt einen Musiker, der seit mehr als drei Jahrzehnten die regionale Kulturlandschaft mitgestaltet. Er verbindet Oberpfälzer Volksmusik mit unterschiedlichen musikalischen Einflüssen und erreicht damit auch ein jüngeres Publikum.

Der 1973 in Regensburg geborene Musiker begann im Alter von neun Jahren mit dem Klarinettenspiel. Saxophon, Tuba, Flöte und Gitarre brachte er sich später selbst bei. Erfahrungen sammelte er in verschiedenen Formationen, darunter „Erwin & die Heckflossen“ und „d’Raith Schwestern & da Blaimer“.

1995 gründete Menzl seine eigene Kapelle. Mit ihr steht er auf Volksfestbühnen wie dem Gäubodenfest und dem Oktoberfest, aber auch im Theater. Seine „Bayerische Late-Night-Show“ am Staatstheater Regensburg spannt den Bogen von altbayerischer Musik bis zum Jazz. Neben seinen Auftritten kümmert sich Menzl selbst um Arrangements, Albumproduktionen und die Organisation.

Bereits 2015 hatte er den Kulturpreis des Landkreises Regensburg erhalten. Nun folgt die Auszeichnung seiner Geburtsstadt.

Förderpreise für Performance und urbane Kunst

Paula Dischinger arbeitet an der Schnittstelle von Modedesign, bildender Kunst und Performance. Die 2001 in Regensburg geborene Künstlerin ist nach Studienaufenthalten in Paris und London seit 2025 Meisterschülerin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Ihre Projekte beziehen das Publikum häufig unmittelbar ein. Auch in Regensburg war sie damit präsent, etwa mit der Tischperformance „ABENDESSEN“ im M26 und der Performance „Herdentier“ im öffentlichen Raum.

Vincent Pollak verbindet in seinen Arbeiten Malerei, Druckgrafik und skulpturale Objekte. Seine Wandgemälde prägen auch den Regensburger Stadtraum. Darüber hinaus engagiert er sich als Projektmanager der Danubiart, als Kurator der 24h-Galerie und als Vorsitzender des KunstvereinGRAZ für die lokale Kunstszene.

Kinder und Jugendliche auf die Bühne bringen

Der dritte Kulturförderpreis ging an subsTanz. Der 2024 gegründete Verein geht aus einer seit 2014 bestehenden Projektreihe hervor. Unter der Leitung von Tänzerin Julia Leidhold und Schauspielerin Bettina Schönenberg entstehen Tanz-, Theater- und Kunstprojekte für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren.

Über sechs bis acht Monate entwickeln die Teilnehmenden ein eigenes Stück, das sie anschließend auf einer professionellen Bühne präsentieren. Der Verein arbeitet unter anderem mit der Jugendhilfe und der Schulsozialarbeit zusammen, um auch Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf zu erreichen. Neben der künstlerischen Arbeit stehen Selbstvertrauen und soziale Fähigkeiten im Mittelpunkt.

Durch den Verleihungsabend führte Nina FIVA Sonnenberg. Die Laudationen hielten Luise Kinseher, Julius Schophoff, Jörg Haala und Eva-Maria Eiberger. Oberbürgermeister Thomas Burger betonte die Bedeutung von Kunst und Kultur für Austausch, gesellschaftliche Teilhabe und Demokratie. Kulturreferent Wolfgang Dersch warb dafür, sich im neuen Regensburger Kulturrat einzubringen.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Stadt Regensburg. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.