Nach Großbrand in Ursensollen: Zwei Jugendliche wegen Brandstiftung in Untersuchungshaft
URSENSOLLEN. Nach dem verheerenden Brand einer Lagerhalle in Ursensollen, bei dem ein Schaden von rund 500.000 Euro entstand, haben die Ermittler zwei Tatverdächtige festgenommen. Gegen die beiden 17-Jährigen wurde inzwischen Untersuchungshaft angeordnet.
Am Abend des 12. Juni 2026 war in der Kolpingstraße eine Lagerhalle in Brand geraten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand. In der Halle befanden sich unter anderem ein Lastwagen, Werkzeuge, Holzmöbel und Gasflaschen. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa eine halbe Million Euro geschätzt.
Hinweise auf vorsätzliche Brandlegung
Bereits bei den ersten Ermittlungen der Brandfahnder der Kriminalpolizei Amberg ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Brandstiftung. Im Umfeld des Gebäudes entdeckten die Ermittler mehrere kleinere Brandstellen. Zudem fanden sie in einem nahegelegenen Gebüsch einen benutzten Feuerlöscher. Weitere sichergestellte Gegenstände deuteten ebenfalls auf eine vorsätzliche Brandlegung hin.
Erneut auf dem Gelände unterwegs
Nach dem Großbrand wurde das Gelände nach Angaben der Polizei mehrfach unbefugt betreten. Im Rahmen der laufenden Ermittlungen und Überwachungsmaßnahmen stellten die Beamten schließlich eine weitere Brandsetzung im Umfeld der ausgebrannten Halle fest.
Dabei konnten zwei 17-jährige Tatverdächtige auf frischer Tat vorläufig festgenommen werden. Die Festnahme erfolgte durch einen Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Amberg, der sich zu diesem Zeitpunkt in seiner Freizeit befand. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen deutschen und einen tschechischen Staatsangehörigen.
Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehle
Im Verlauf der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass die beiden Jugendlichen auch für den Brand der Lagerhalle verantwortlich sein könnten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Amberg wurden sie am 19. Juli einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Amberg vorgeführt.
Dieser erließ gegen beide Beschuldigte Untersuchungshaftbefehle. Anschließend wurden die Jugendlichen in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Die Kriminalpolizei Amberg ermittelt weiterhin in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Zu den Hintergründen und möglichen Motiven machten die Behörden bislang keine weiteren Angaben.
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

