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THW Bayern setzt auf Vernetzung und Vorbereitung für Krisenfälle

München. Wie gut Bayern auf großflächige Stromausfälle, Naturkatastrophen oder andere Krisenszenarien vorbereitet ist, stand im Mittelpunkt der Zivilschutzfachtagung des Technischen Hilfswerks (THW) Bayern. Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen dazu auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr München zusammen.

Vertreter des THW, der Bergwacht Bayern, des Malteser Hilfsdienstes, des Medizinischen Katastrophenhilfswerks, des Bayerischen Landesamtes für Bevölkerungsschutz sowie weiterer Behörden und Organisationen tauschten Erfahrungen aus und diskutierten über aktuelle Herausforderungen im Bevölkerungsschutz.

Angesichts veränderter sicherheitspolitischer Rahmenbedingungen gewinnt das Thema Zivilschutz nach Einschätzung der Veranstalter zunehmend an Bedeutung. Neben Naturereignissen und langanhaltenden Stromausfällen wurden auch hybride Bedrohungen wie Desinformation sowie die Auswirkungen internationaler Konflikte auf die innere Sicherheit thematisiert.

THW Landesbeauftragte Dr. Fritz Helge Voß in seiner eindringlichen Rede zum Status Quo des Zivilschutzes im THW Bayern.

Der Landesbeauftragte des THW Bayern, Dr. Fritz Helge Voß, zog eine Bilanz der Entwicklungen im vergangenen Jahr. Unter dem Titel „Wo standen wir vor einem Jahr – wo stehen wir heute?“ stellte er Maßnahmen vor, mit denen das THW seine Einsatzbereitschaft weiter ausgebaut hat. Dazu zählen unter anderem neue taktische Einsatzleitlinien, die inzwischen in allen Ortsverbänden geübt werden. Zudem wurden Schulungen zum Umgang mit Desinformation durchgeführt und eine Taschenkarte entwickelt, die Einsatzkräften Hilfestellungen beim Erkennen und Bewerten entsprechender Informationen bietet.

Einen Überblick über die aktuelle geopolitische Lage und deren Bedeutung für den Bevölkerungsschutz gab das Landeskommando Bayern. Dabei wurde deutlich, dass eine funktionierende Zivilverteidigung und ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz wesentliche Bestandteile der Sicherheitsvorsorge sind.

Praxisnahe Einblicke lieferten mehrere THW-Ortsverbände. Sie präsentierten unter anderem Konzepte zur Bevorratung, zur Absicherung eigener Standorte sowie Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit in langanhaltenden Krisenlagen.

Am Nachmittag standen zehn Fachforen auf dem Programm. Themen waren unter anderem die medizinische Versorgung im Krisenfall, psychosoziale Notfallversorgung, Gewalt gegen Einsatzkräfte, gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge, der Umgang mit Kampfmitteln sowie die Prävention von Extremismus.

Die Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, Prof. Dr. Eva-Maria Kern, würdigte in ihrem Grußwort das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und betonte deren wichtige Rolle für die Sicherheit der Gesellschaft.

Die Tagung verdeutlichte nach Angaben des THW, dass die Vorbereitung auf außergewöhnliche Gefahrenlagen nur im Zusammenspiel von Staat, Hilfsorganisationen und Gesellschaft gelingen kann. Ziel sei es gewesen, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und die Resilienz Bayerns weiter zu stärken.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des THW Bayern. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.