BlaulichtOberpfalz

Fünf Haftbefehle bei Grenzkontrollen in Waidhaus vollstreckt

Zwei Männer müssen ins Gefängnis – Bundespolizei kassiert rund 2.780 Euro Justizschulden

WAIDHAUS. Bei Grenzkontrollen an der A6 hat die Bundespolizeiinspektion Waidhaus zwischen Samstag und Montagmorgen fünf Haftbefehle vollstreckt. Drei gesuchte Männer konnten ihre offenen Geldstrafen bezahlen und anschließend weiterreisen. Zwei weitere Männer mussten dagegen ihre Ersatzfreiheitsstrafen antreten und wurden in die Justizvollzugsanstalt Weiden gebracht.

Insgesamt kassierten die Bundespolizisten nach eigenen Angaben rund 2.780 Euro an offenen Justizschulden.

Am Samstag kontrollierten die Beamten zunächst einen 46-jährigen rumänischen Staatsangehörigen. Gegen ihn lag ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Heilbronn vor. Das Amtsgericht Heilbronn hatte ihn im August 2025 wegen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe verurteilt. Offen waren noch 150 Euro sowie 88 Euro Verfahrenskosten. Der Mann bezahlte die insgesamt 238 Euro vor Ort in bar und durfte weiterreisen.

Ebenfalls am Samstag überprüften die Bundespolizisten einen 47-jährigen moldauischen Staatsangehörigen. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden suchte ihn mit Haftbefehl. Hintergrund war eine Verurteilung wegen Diebstahls durch das Amtsgericht Wiesbaden im Juni 2020. Von der Geldstrafe waren noch 125 Euro offen. Auch er bezahlte und konnte seine Reise fortsetzen.

Zwei Männer kommen in die JVA Weiden

Am Sonntag kontrollierten die Beamten einen 40-jährigen tschechischen Staatsangehörigen in einem Fernreisebus von Prag nach Straßburg. Gegen ihn bestand ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Weiden. Das Amtsgericht Weiden hatte den Mann im Dezember 2023 wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe von 700 Euro verurteilt.

Da der 40-Jährige die geforderte Summe nicht bezahlen konnte, wurde er festgenommen und noch am Sonntag in die Justizvollzugsanstalt Weiden gebracht.

Einen weiteren Fahndungstreffer erzielten die Beamten bei einem 47-jährigen slowakischen Staatsangehörigen. Er wurde von der Staatsanwaltschaft Traunstein zur Strafvollstreckung gesucht. Das Amtsgericht Altötting hatte ihn im Mai 2022 wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe verurteilt. Noch offen waren 2.418,40 Euro. Der Mann bezahlte den Betrag und durfte anschließend weiterreisen.

Den fünften Haftbefehl vollstreckte die Bundespolizei am frühen Montagmorgen gegen 2.30 Uhr. Bei der Kontrolle eines 36-jährigen tschechischen Staatsangehörigen in einem Fernreisebus stellte sich heraus, dass auch gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Weiden vorlag.

Das Amtsgericht Weiden hatte ihn im Oktober 2025 wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe von 4.000 Euro verurteilt. Da der Mann die Summe nicht bezahlen konnte, nahmen ihn die Beamten fest. Nach Angaben der Bundespolizei sollte er anschließend ebenfalls in die Justizvollzugsanstalt Weiden eingeliefert werden.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.