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Borkenkäfersituation in Bayern deutlich entspannter

Im Bayerischen Wald zeigt sich eine positive Entwicklung – Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger warnt nach dem trockenen Sommer dennoch vor nachlassender Wachsamkeit

REGENSBURG/SPIEGELAU. Die Lage beim Borkenkäfer hat sich nach Einschätzung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums deutlich entspannt. Wie konsequentes Borkenkäfermanagement und die Zusammenarbeit verschiedener Waldbesitzer wirken können, zeigt sich derzeit besonders im Bayerischen Wald. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger informierte sich bei einem Ortstermin in Spiegelau über die Entwicklung und die weiterhin notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Wälder.

Gemeinsam mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden besichtigte Aiwanger verschiedene Flächen. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung des Borkenkäfers und unterschiedliche Verfahren zur Aufarbeitung befallener Bäume.

Deutlich weniger Käferholz im Bayerischen Wald

Besonders positiv stellt sich die Situation derzeit in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen dar. Dort wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024.

Auch die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen nur geringe Schadholzmengen. In der Managementzone des Nationalparks Bayerischer Wald ist die Situation ebenfalls ruhiger als in den vergangenen Jahren.

„Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten“, erklärte Aiwanger.

Für den Minister zeigt die Entwicklung, dass ein abgestimmtes Vorgehen über die Grenzen verschiedener Waldbesitzarten hinweg Wirkung zeigt. Staatswald, Nationalpark und Privatwald hätten zwar unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen, beim Schutz der Wälder gebe es jedoch ein gemeinsames Interesse.

Hitze und Trockenheit schwächen die Bäume

Trotz der positiven Entwicklung warnt Aiwanger vor einer Entwarnung. Die heißen und trockenen Phasen des Sommers hätten viele Bäume geschwächt und damit anfälliger für einen Befall gemacht.

„Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen“, betonte der Wirtschaftsminister.

Zu den entscheidenden Maßnahmen zählen weiterhin die regelmäßige Suche nach Bohrmehl, eine schnelle Aufarbeitung befallener Bäume und der rasche Abtransport des Käferholzes. Gerade nach längeren Hitze- und Trockenperioden müsse die Entwicklung genau beobachtet werden.

Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden

Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferproblematik im Bayerischen Wald. Vorausgegangen waren Termine im März 2024 und im August 2025. Damals hatte insbesondere die Sorge bestanden, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark auf angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte.

Bei der aktuellen Exkursion wurden sowohl im Staatswald als auch im Nationalpark unterschiedliche Verfahren vorgestellt, mit denen Käferholz waldschutzwirksam aufgearbeitet werden kann.

„Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken“, erklärte Aiwanger. Deshalb solle die Zusammenarbeit zwischen Staatswald, Nationalpark, Privatwaldbesitzern und Forstverwaltung fortgeführt werden.

Im Nationalpark Bayerischer Wald ließ sich Hubert Aiwanger ein Verfahren zeigen, mit dem Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff der Wirtschaftsminister selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.