„Doppelt Gutes tun“ bei Aderlass in Kemnath

Von Michael Denz

KEMNATH. Aus Überzeugung anderen Menschen helfen und mit dem eigenen Aderlass Menschenleben retten: Bei der Blutspende kommt es auf jeden Spender an, damit genügend Blutkonserven für Verletzte und Schwerkranke zur Verfügung stehen. Bei Aderlass in Kemnath konnten sich die ehrenamtlichen Blutspender nun jüngst auch als Stammzellenspender typisieren lassen – mit nur einem kleinen weiteren Röhrchen und wenigen Millilitern Herzblut mehr.

Zur Blutspende hatte der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes und die Rotkreuz Bereitschaft Kemnath am Dienstagabend in die Kemnather Mehrzweckhalle geladen. In der Zeit von 16.30 bis 20.30 Uhr standen dreizehn Spenderliegen und drei Ärzte, das Team der BRK-Bereitschaft und die Mitarbeiter des Blutspendedienstes für den Aderlass mit Termin bereit. „Die Möglichkeit einen Termin zu buchen wird sehr gut angenommen und sorgt dafür, dass der Aderlass mit allen Formalitäten zeitlich sehr überschaubar ist“, erörtert Kristina Konz. „Nur wenige Blutspender kamen ohne gebuchten Termin.“

83 Liter reines Blut

Die sonst bislang bekannten und lästigen Wartezeiten von auch schon mal zwei Stunden entfallen seit der Möglichkeit der Terminbuchung komplett“, berichtet die Kemnather BRK-Bereitschaftsleiterin Kristina Konz. „Die durchschnittliche Spendezeit betrug durchschnittlich eine halbe Stunde“, so Konz rückblickend auf den Aderlass am Dienstag.

182 Menschen, darunter „leider nur sechs Erstspender“ waren zur Blutspende in die Mehrzweckhalle gekommen. „Davon durften 166 Leute ihr Blut spenden“ und damit anderen Menschen helfen. Somit kamen beim jüngsten Aderlass in Kemnath 83 Liter reines Blut in die Blutkonserven des Blutspendedienstes, welches für die Behandlung Schwerkranker und zur Versorgung Schwerstverletzter benötigt wird.

Ein kleines Röhrchen mehr

Mit einem kleinen Röhrchen und wenigen Millilitern Blut, welches bei der Blutspende gleich mit „abgezapft“ wurde, konnten sich die ehrenamtlichen Blutspenderinnen und -spender sogleich auch als Stammzellenspender typisieren lassen und somit bei der Blutspende „doppelt Gutes tun“. Josef Schicho von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) informierte bei der Anmeldung zur Blutspende über die Möglichkeit zur Typisierung und der Registrierung als Stammzellenspender.

Nach der Blutspende müssen sich die Stammzellenspender im Anschluss zu Hause nur Online registrieren. „Leukämie und andere Störungen der Blutbildung können heute durch die Übertragung von Blutstammzellen eines gesunden Spenders geheilt werden“, erörtert Schicho von AKB. Die Kooperation der AKB mit dem Bayerischen Roten Kreuz und dem Blutspendedienst des BRK bestehe weiter fort „und die Möglichkeit zur Typisierung und Registierung als Stammzellenspender bei der Blutspende damit auch“.

Kristina Konz dankte allen Helferinnen und Helfern der Kemnather BRK-Bereitschaft, der Stadt Kemnath und den Hallenwarten der Mehrzweckhalle, sowie den Mitarbeitern des Blutspendedienstes und allen ehrenamtlichen Blutspenderinnen und Blutspendern. Die nächste Blutspende findet in Kemnath erst wieder im neuen Jahr, am 18. Januar 2022, statt.

Blutspende in Kemnath – Beim Aderlass „Doppelt Gutes tun“ und Menschenleben retten mit Blut und Stammzellen

Gut gefüllt und ohne Wartezeit darauf waren die 13 Spenderliegen beim Aderlass am Dienstag in der Kemnather Mehrzweckhalle. Nur rund eine halbe Stunde dauerte der gesamte Spendeablauf für Spender mit Termin.
Bild: Michael Denz
BRK Bereitschaftsleiterin Kristina Konz, Josef Schicho von der AKB und BRK-Bereitschaftsmitglied Veronika Krauß (von links) bei der Anmeldung zur Blutspende in der Mehrzweckhalle. Zusätzlich wurde neben dem Aderlass über die Möglichkeit zur Typisierung und Registrierung als Stammzellenspender informiert.
Bild: Michael Denz
Ein halber Liter der vom Herzen kommt: Mit dem Aderlass Leben retten und anderen Menschen helfen.
Bild: Michael Denz