BlaulichtOberpfalz

Bundespolizei Waidhaus bittet neun gesuchte Straftäter zur Kasse

WAIDHAUS.Die Kontrollstelle der Bundespolizeiinspektion Waidhaus ist am vergangenen Wochenende (26. Januar – 29. Januar) neun gesuchten Straftätern zum Verhängnis geworden. Sieben der per Haftbefehl gesuchten Personen konnten ihre Justizschulden bezahlen. Zwei der gesuchten Männer wurden in die Justizvollzugsanstalt nach Weiden eingeliefert.

Am Freitag gingen den Bundespolizeifahndern gleich vier Straftäter ins Netz. Ein 36-jähriger Rumäne hatte seine Justizschulden aus einem Bußgeldverfahren nicht bezahlt und erhielt als Quittung eine Fahndungsnotiz via Haftbefehl. Er überließ den Beamten 55 Euro und konnte weiterreisen.

Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurde ein 33-jähriger Rumäne von der Staatsanwaltschaft Weiden (OPF) per Haftbefehl gesucht. Das Amtsgereicht Weiden hatte ihn vor zwei Jahren zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro verurteilt, die er noch an der A6 in Waidhaus bezahlte. Die angeordnete Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen blieb ihm somit erspart.

Ein weiterer Schwarzfahrer wurde nur kurze Zeit später erwischt. Das Amtsgericht Deggendorf verurteilte ihn im Mai 2021 zu einer Strafe in Höhe von 700 Euro. Der 24-jährige Moldauer zückte seine Geldbörse und bezahlte bereitwillig. Er konnte somit der 28-tägigen Freiheitsstrafe entgehen und seine Reise fortsetzten.

Auch ein 46-jähriger Moldauer entging der angeordneten Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen indem er seine offene Justizrechnung in Höhe von 300 Euro bezahlte. Das Amtsgereicht Frankfurt am Main verurteilte ihn wegen unerlaubter Einreise und erließ Haftbefehl gegen den 46-Jährigen.

Am Samstag lieferten die Grenzbeamten gleich zwei Straftäter in die Justizvollzugsanstalt nach Weiden ein.

Ein 21-jähriger Bulgare wurde 2022 beim Fahren ohne Fahrerlaubnis ertappt und durch das Amtsgericht Günzburg verurteilt. Da er seien Justizrechnung in Höhe von 750 Euro bis dato noch nicht bezahlt hatte, erließ die Staatsanwaltschaft Memmingen Haftbefehl gegen den Mann. Da er sich auch dieses Mal weniger zahlungswillig zeigte, muss er nun die angeordnete Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen in der Justizvollzugsanstalt Weiden absitzen.

Gesellschaft hierbei leistet ihm ein 32-jähriger Rumäne, der wegen Trunkenheit im Verkehr durch das Amtsgericht Kleve verurteilt wurde. Auch er konnte seine Justizschulden in Höhe von 2.400 Euro nicht bezahlen und muss nun einen 60-tägigen Zwischenstopp im Gefängnis einlegen. Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus erwischten ihn an der A6 und lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt nach Weiden ein. 

 Am Sonntagvormittag ging der Haftbefehl-Marathon mit der Kontrolle eines 27-jährigen Rumänen weiter. Wegen Erschleichens von Leistungen verurteilte ihn das Amtsgericht Künzelsau im September 2019 zu einer Geldstrafe von 300 Euro. Diese bezahlte er noch vor Ort und konnte somit weiterreisen.

Nur eine Stunde später zahlte ein 29-jähriger Bulgare seine offene Justizrechnung bei den Beamten ein und blieb deswegen auf freiem Fuß. Da er eine offene Ordnungswidrigkeit nicht bezahlt hatte erließ die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Haftbefehl gegen ihn. Auch er konnte im Anschluss seine Reise fortsetzen.

Gleich zwei Haftbefehle entdeckten die Grenzbeamten bei einem 33-jährigem Bulgaren am Sonntagmittag. Im September 2022 erhielt er wegen eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetz durch das Amtsgericht St. Ingbert eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro auferlegt. Auch das Amtsgericht Völklingen verurteilte den 33-Jährigen im Dezember 2021 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Strafe von 450 Euro. Die in den Haftbefehlen angeordneten Ersatzfreiheitsstrafen von insgesamt 65 Tagen musste er aber nicht antreten. Er bezahlte seine Justizschulden bei der Bundespolizeiinspektion in Waidhaus und verblieb in Freiheit.