Zoll nimmt Paketbranche ins Visier – Großkontrolle gegen Schwarzarbeit
REGENSBURG. Mit einer bundesweiten Schwerpunktprüfung geht die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls aktuell verstärkt gegen illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit in der Kurier-, Express- und Paketbranche vor. Auch das Hauptzollamt Regensburg beteiligt sich an der groß angelegten Aktion.
Insgesamt 68 Einsatzkräfte sind im Zuständigkeitsbereich im Einsatz. Kontrolliert werden sämtliche Bereiche der Branche – vom Sammeln und Transport über das Umschlagen bis hin zur Zustellung von Paketen. Im Fokus stehen dabei sowohl Zusteller als auch Beschäftigte in Depots und Verteilzentren.
Mindestlohn und Arbeitszeiten im Fokus
Die Prüfungen erfolgen durch Befragungen der Beschäftigten sowie durch die Kontrolle von Geschäftsunterlagen. Dabei stellt die FKS immer wieder Verstöße fest: Häufig werden Arbeitszeiten nicht vollständig vergütet. Besonders betroffen sind Überstunden, Ladezeiten oder Fahrten zwischen Verteilzentren und dem ersten Zustellort.
Dadurch wird der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 13,90 Euro pro Stunde teilweise unterschritten.
Subunternehmer im Visier der Ermittler
Ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollen liegt auf dem Einsatz von Subunternehmen. Diese werden laut Zoll teils gezielt eingesetzt, um Sozialversicherungsbeiträge zu umgehen oder Steuern zu hinterziehen.
Auffällig ist zudem die Herkunft vieler Beschäftigter: Neben Arbeitskräften aus EU-Mitgliedstaaten werden zunehmend auch Personen aus Drittstaaten eingesetzt.
Ergebnisse folgen
Die Maßnahmen dauern noch bis in die Abendstunden an. Erste Ergebnisse der Kontrollen im Raum Regensburg sowie bundesweit sollen im Laufe der Woche veröffentlicht werden.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit führt regelmäßig derartige Prüfungen durch. Ziel ist es, illegale Beschäftigung einzudämmen und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben konsequent durchzusetzen.

