9. Wasserforum Oberpfalz: Boden als Schlüssel für sauberes Trinkwasser
Fachleute diskutieren Bodenschutz und Wasserhaushalt
REGENSBURG. Beim 9. Wasserforum Oberpfalz an der Regierung der Oberpfalz stand der Boden als zentraler Faktor für den Trinkwasserschutz im Mittelpunkt. Rund 90 Teilnehmer aus Politik, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Verwaltung tauschten sich über die Bedeutung gesunder Böden für eine nachhaltige Wasserversorgung aus.
Regierungsvizepräsidentin Christiane Zürn betonte zur Eröffnung die wichtige Funktion des Bodens: Er nehme Wasser auf, speichere es und trage sowohl zur Grundwasserneubildung als auch zum Schutz vor Starkregen bei. Gerade angesichts zunehmender Trockenphasen und intensiver Niederschläge wachse diese Bedeutung weiter. Gleichzeitig sei die Lage angespannt – im Winterhalbjahr lag das Niederschlagsdefizit in Bayern und der Oberpfalz bei rund 25 Prozent.
Vier Fachvorträge liefern Einblicke
Im Fokus standen vier Fachvorträge, die unterschiedliche Perspektiven beleuchteten. Jörg Zausig erklärte die Rolle der Böden für das Grundwasser sowie rechtliche Grundlagen des Bodenschutzes. Franz Rösl zeigte die Zusammenhänge zwischen Bodenqualität, Wasserhaushalt und Erosionsschutz auf.
Helena Ziegenhagel ging auf die Verbindung von Boden- und Wasserschutz beim Bau des SuedOstLinks ein. Christoph Hüttl erläuterte, wie das Schutzgut Wasser in der Regionalplanung berücksichtigt wird.
Gemeinsame Verantwortung für Grundwasser
Die zentrale Botschaft der Veranstaltung: Grundwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Er beginnt nicht erst im Wasser selbst, sondern bereits im Boden. Das Wasserforum ist Teil der „Aktion Grundwasserschutz Oberpfalz“ und ein Baustein im Wasserpakt Bayern.

