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Rettungsmedaille für Bundespolizisten: Mutiger Einsatz rettet Lkw-Fahrer auf der A6

WAIDHAUS. Zwei Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus sind für einen lebensgefährlichen Rettungseinsatz mit der Bayerischen Rettungsmedaille ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte am Montag in der Bayerischen Staatskanzlei.

Die Bundespolizisten Johannes Weigandt und Christian Ach hatten im November 2024 bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn A6 unter Einsatz ihres eigenen Lebens einen eingeklemmten Lkw-Fahrer gerettet. Der Lastwagen war am Stauende infolge von Grenzkontrollen aufgefahren, der Fahrer im Führerhaus eingeschlossen und in akuter Lebensgefahr.

Rettung unter extremen Bedingungen

Als erste Einsatzkräfte vor Ort zögerten die Beamten keine Sekunde. Sie drangen in das stark beschädigte Führerhaus ein, um den Fahrer zu befreien. Während der Rettungsarbeiten geriet das Fahrzeug in Brand. Dichter Rauch, enorme Hitze und sich schnell ausbreitende Flammen machten den Einsatz hochgefährlich.

Trotz der dramatischen Situation setzten die beiden Polizisten ihre Rettung fort – mit Erfolg: Sie konnten den Fahrer rechtzeitig aus dem Fahrzeug befreien. Kurz darauf stand der Lastwagen in Vollbrand.

Höchste Anerkennung durch den Ministerpräsidenten

Für ihren außergewöhnlichen Mut und ihr entschlossenes Handeln wurden Weigandt und Ach am 20. April durch Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder mit der Bayerischen Rettungsmedaille ausgezeichnet. Diese zählt zu den höchsten Ehrungen im Freistaat für die Rettung von Menschenleben.

Der Einsatz der beiden Beamten geht laut Bundespolizei deutlich über die üblichen Dienstpflichten hinaus und verdeutlicht in besonderer Weise Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft im Polizeidienst.

Foto: Bayerische Staatskanzlei