Raub in Undorf nach vier Jahren geklärt
Mehr als vier Jahre nach dem bewaffneten Überfall auf einen Verbrauchermarkt in Undorf haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft zwei Tatverdächtige festgenommen. Eine frühere Mitarbeiterin des Marktes und ein 23-Jähriger sitzen in Untersuchungshaft.
Nittendorf/Undorf. Mehr als vier Jahre nach einem bewaffneten Raubüberfall auf einen Verbrauchermarkt im Nittendorfer Ortsteil Undorf haben die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg und die Staatsanwaltschaft Regensburg einen Ermittlungserfolg erzielt. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen.
Der Überfall ereignete sich am 26. Juli 2022 gegen 20 Uhr. Ein damals unbekannter Täter hatte sich nach Angaben der Ermittler unbemerkt in dem Verbrauchermarkt einschließen lassen. Anschließend begab er sich in ein Büro und bedrohte dort zwei Angestellte mit einer Schusswaffe.
Einer der Angestellten musste mit einem Brecheisen den Tresor öffnen. Der Täter erbeutete eine niedrige fünfstellige Bargeldsumme. Auf der Flucht gab er mehrere Schüsse ab. Nach den späteren Ermittlungen handelte es sich bei der Waffe mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Schreckschusswaffe.
Kinder liefern wichtige Hinweise
Noch in der Tatnacht übernahm die Kriminalpolizei Regensburg die Ermittlungen. Es folgten umfangreiche Fahndungs- und Spurensicherungsmaßnahmen. Unter anderem war ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Ermittler stellten mehrere Patronenhülsen sowie das verwendete Brecheisen sicher.
Zudem wurden zahlreiche Personen vernommen und befragt sowie Funkzellendaten ausgewertet. Auch die Ermittlungen zum Fluchtfahrzeug führten bis ins europäische Ausland, blieben zunächst jedoch ohne Ergebnis.
Eine wichtige Rolle spielten zwei damals zehn und zwölf Jahre alte Kinder. Sie konnten eine detaillierte Beschreibung des Täters abgeben, sich teilweise an das Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs erinnern und den Tatablauf außerhalb des Marktes schildern. Dennoch ergaben sich zunächst keine ausreichenden Hinweise auf einen Tatverdächtigen.
Im Juni 2023 wurden die Ermittlungen gegen Unbekannt an die Staatsanwaltschaft Regensburg abgegeben.
Fall bei „Aktenzeichen XY“
Am 8. Mai 2024 wurde der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ vorgestellt. Daraufhin ging ein Hinweis ein. Die anschließenden Ermittlungen führten allerdings nicht zur Identifizierung des tatsächlichen Täters.
Im weiteren Verlauf erhärtete sich der Verdacht, dass der Täter über Insiderwissen verfügt haben könnte. Die Ermittlungen ergaben, dass eine Mitarbeiterin kurz vor dem Überfall telefonischen Kontakt mit einer damals noch unbekannten Person hatte.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg erließ das zuständige Gericht Durchsuchungsbeschlüsse. Diese wurden am 6. August 2025 vollzogen. Dabei stellten die Ermittler mehrere Mobiltelefone sicher.
Die Auswertung der Geräte sowie weiterer Daten und Chatverläufe brachte neue Erkenntnisse über den Tatablauf und mögliche Tatbeteiligte. Im Zuge der Ermittlungen konnte auch die Fahrerin des Fluchtfahrzeugs identifiziert werden. Die zum Tatzeitpunkt 18-jährige Deutsche bestätigte bei ihrer Vernehmung nach Angaben der Ermittler wesentliche Ermittlungshypothesen.
Zwei Haftbefehle vollstreckt
Auf Grundlage der ausgewerteten Mobiltelefone, Funkzellendaten und Aussagen erwirkte die Staatsanwaltschaft Regensburg Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige.
Am 6. August 2026 wurden die Haftbefehle und weitere Durchsuchungsbeschlüsse an mehreren Objekten vollzogen. Dabei nahmen die Ermittler eine 34-jährige Deutsche fest, die in dem Verbrauchermarkt angestellt gewesen war. Eine Ermittlungsrichterin bestätigte den Haftbefehl. Die Frau wurde anschließend in eine bayerische Justizvollzugsanstalt gebracht.
Nach dem mutmaßlichen Täter, einem 23-jährigen Deutschen, wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Am 10. August 2026 stellte sich der Mann im Beisein eines Rechtsanwalts bei der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg.
Nach seiner Vorführung bestätigte der zuständige Ermittlungsrichter den Haftbefehl wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung. Auch der 23-Jährige wurde in eine bayerische Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die Tatwaffe konnte bislang nicht gefunden werden.
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

