Qualitätsscout prüft Naturpark Oberpfälzer Wald
Dreitägiger Besuch im Rahmen der bundesweiten Qualitätsoffensive – Zahlreiche Projekte und Akteure vorgestellt
SCHWANDORF. Der Naturpark Oberpfälzer Wald hat sich einer umfassenden Qualitätsprüfung gestellt. Im Rahmen der „Qualitätsoffensive Naturparke“ besuchte Qualitätsscout Georg Schmitz vom Naturpark Sauerland-Rothaargebirge für drei Tage die Region, um die Arbeit des Naturparkvereins vor Ort zu bewerten.
Empfangen wurde der Scout von Geschäftsführer Christian Meyer, dem Vorsitzenden des Naturparkvereins, Landrat Thomas Ebeling, sowie Naturpark-Mitarbeiter Markus Kurz. Grundlage des Besuchs war ein umfangreicher Fragenkatalog, den der Naturpark bereits im Vorfeld beantwortet hatte. Dabei standen die Bereiche Management und Organisation, Naturschutz und Landschaftspflege, nachhaltiger Tourismus, Umweltbildung sowie nachhaltige Regionalentwicklung im Fokus.
Vielfältige Projekte und Naturerlebnisse vorgestellt
Um einen möglichst umfassenden Einblick in die Arbeit des Naturparks zu vermitteln, hatten die Verantwortlichen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Zahlreiche Fachgespräche und Besichtigungen ermöglichten dem Scout einen Eindruck von den vielfältigen Aktivitäten im Naturparkgebiet.
So tauschte er sich unter anderem mit Oberviechtachs Bürgermeister Rudolf Teplitzky über Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität aus. In Nabburg standen Gespräche mit Alexandra Beier, Tourismusleiterin am Landratsamt Schwandorf, auf dem Programm. Ein weiterer Schwerpunkt war der Artenschutz, der bei einem Treffen mit dem ehrenamtlichen Fledermausbetreuer Rolf Dorn thematisiert wurde.
Auch die Umweltbildung spielte während des Besuchs eine wichtige Rolle. In Dieterskirchen machte sich Georg Schmitz ein Bild vom Ferienprogramm der Naturpark-Rangerin Anna Spiller zum Thema „Bionik“, das auf großes Interesse bei den Teilnehmern stieß. Im Naturschutzgebiet Kulzer Moos führte Gebietsbetreuerin Birgit Simmeth durch eines der ökologisch wertvollsten Gebiete der Region.
Sehenswürdigkeiten und grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Zum Programm gehörten außerdem Besuche mehrerer bedeutender Natur- und Kulturstätten. Vorgestellt wurden unter anderem der naturparkeigene Hirschberg-Aussichtsturm im Naturschutzgebiet „Pfahl“ bei Fuhrn, das Naturdenkmal Hochfels bei Stadlern sowie das verlassene Dorf Bügellohe am Grünen Band.
In Schönsee informierte Veronika Hofinger, Leiterin des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB), über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien und deren Bedeutung für die Region.
Instrument zur Weiterentwicklung
Die „Qualitätsoffensive Naturparke“ wurde vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums entwickelt. Ziel ist es, die Arbeit der Naturparke kontinuierlich weiterzuentwickeln und deren Bedeutung für Naturschutz, Bildung, Tourismus und Regionalentwicklung stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Mit dem Besuch des Qualitätsscouts hat der Naturpark Oberpfälzer Wald einen wichtigen Schritt im Zertifizierungsprozess absolviert und zugleich die Gelegenheit genutzt, seine vielfältigen Projekte und Angebote einem unabhängigen Experten vorzustellen.


