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Oberviechtacher Panzergrenadiere üben in Litauen – neue Drohnenmunition im Test

Rund 3.800 Soldatinnen und Soldaten nehmen an „Freedom Shield 26-II“ teil. Mit dabei ist das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach, das im kommenden Jahr dauerhaft nach Litauen verlegt werden soll.

Oberviechtach/Vilnius. Für die Panzergrenadiere aus Oberviechtach steht eine große Übung an der NATO-Ostflanke bevor: Das Panzergrenadierbataillon 122 wird für „Freedom Shield 26-II“ per Bahn und Schiff nach Litauen verlegt. Ab Dienstag, 17. November, üben dort rund 3.800 Soldatinnen und Soldaten zehn Tage lang unter anderem den Übergang über einen Fluss und das Zusammenspiel verschiedener Truppenteile.

Nach Angaben der Bundeswehr ist es die bislang größte Gefechtsübung der Bundeswehr in Litauen. Veranstaltet wird sie von der Panzerbrigade 45 „Litauen“. Die Oberviechtacher werden durch Kräfte des Panzerbataillons 203 aus Augustdorf verstärkt. Beide Bataillone sollen ab 2027 dauerhaft im litauischen Rudninkai stationiert sein.

Mit schwerem Gerät über den Nemunas

Ein zentraler Teil der Übung ist der Übergang über den Fluss Nemunas südlich von Kaunas. Anschließend folgt eine sechstägige Gefechtsübung auf dem Truppenübungsplatz Rudninkai.

Dabei trainieren die Beteiligten das „Gefecht der verbundenen Waffen“. Gemeint ist das abgestimmte Zusammenwirken unterschiedlicher Truppenteile und ihrer Fähigkeiten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Einbindung von Drohnen und elektronischer Kampfführung.

Was hinter „Loitering Munition“ steckt

Erstmals sollen bei „Freedom Shield“ auch neue Systeme sogenannter Loitering Munition getestet werden. Dabei handelt es sich um fliegende Munition, die längere Zeit über einem Gebiet kreisen kann. Wird ihr ein Ziel zugewiesen und der Angriff freigegeben, kann sie dieses bekämpfen. Presseportal

Welche Systeme bei der Übung eingesetzt werden sollen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Soldaten aus acht NATO-Staaten beteiligt

Neben den aus Deutschland anreisenden Kräften nehmen die bereits in Rukla stationierte multinationale NATO-Kampfgruppe und eine litauische Kompanie teil. Insgesamt sind Soldaten aus acht NATO-Staaten beteiligt: Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Tschechien, Kroatien, Belgien, Luxemburg und Litauen. Weitere Verbände und Einheiten der Bundeswehr unterstützen die Übung.

Brigadegeneral Christoph Huber, Kommandeur der Panzerbrigade 45 „Litauen“, bezeichnet „Freedom Shield“ als weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer vollständig ausgestatteten und einsatzbereiten Brigade. „Wir üben, um besser zu werden“, erklärt er. Die Brigade bereite sich dabei konsequent auf die Anforderungen eines möglichen Krieges vor.

Ein Kampfpanzer Leopard 2 des Panzerbataillons 203 aus Augustdorf bei der Freedom Shield-Übung im Juni 2026 auf dem Truppenübungsplatz Pabrade.
Foto: Bundeswehr/Mario Bähr

Transparenzhinweis: Grundlage dieses Berichts sind eine Pressemitteilung des Presse- und Informationszentrums des Heeres sowie ergänzende Informationen der Bundeswehr zur Loitering Munition. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.