Litauen-Übungen mit Bezug nach Oberviechtach: 6.000 Soldaten trainieren an der NATO-Ostflanke
Die 10. Panzerdivision führt im November zwei Übungen im Baltikum. Beteiligt ist die Panzerbrigade 45, zu der auch das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach gehört.
Oberviechtach/Veitshöchheim. Mehr als 6.000 Soldatinnen und Soldaten der 10. Panzerdivision nehmen Anfang November an zwei Übungen in Litauen teil. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit den NATO-Partnern Polen und Litauen verbessert werden. Einen direkten Bezug gibt es zur Oberpfalz: Das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach gehört seit Januar zur Panzerbrigade 45 „Litauen“, einer der beiden übenden Brigaden.
Zwei Übungen unter gemeinsamer Führung
Auf dem Truppenübungsplatz Rūdninkai findet „Freedom Shield 26-II“ mit Kräften der Panzerbrigade 45 statt. Zeitgleich übt die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ bei „Grand Eagle 26“ auf dem Truppenübungsplatz Pabradė.
Die Führung übernimmt die 10. Panzerdivision sowohl vor Ort in Litauen als auch von ihrem Heimatstandort im unterfränkischen Veitshöchheim aus. Ihre Verantwortung reicht von der Alarmierung bis zur Rückkehr der Truppenteile an ihre Heimatstandorte.
Im Mittelpunkt stehen neben militärischen Fähigkeiten auch interne Abläufe, die Planung und das Zusammenspiel mit den Partnern aus Polen und Litauen. Die beteiligten Kräfte sollen ihre Verfahren aufeinander abstimmen und die gemeinsame Einsatzbereitschaft verbessern.
Oberviechtacher Panzergrenadiere gehören zur Brigade Litauen
Das Panzergrenadierbataillon 122 wurde der Panzerbrigade 45 am 29. Januar 2026 gemeinsam mit dem Panzerbataillon 203 aus Augustdorf unterstellt. Die beiden Bataillone bilden zusammen mit der multinationalen Kampfgruppe in Litauen den Kern der Kampftruppen der Brigade. Die dauerhafte Verlegung nach Litauen soll bis 2027 umgesetzt werden.
Nach Angaben der Division soll der Aufbau der Panzerbrigade 45 bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Vorgesehen sind insgesamt rund 5.000 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Beschäftigte. Die bereits dauerhaft in Litauen stationierten Kräfte müssen im Ernstfall nicht erst aus Deutschland ins Einsatzgebiet verlegt werden.
Bis zur vollen Einsatzbereitschaft der Brigade stellt die Panzergrenadierbrigade 37 nach Angaben der Division die Kräfte mit der höchsten Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft für diesen Auftrag. Als „Multinational Brigade Lithuania“ verstärkt sie die NATO-Präsenz in Litauen.
Vorbereitung auf die Bündnisverteidigung

Die 10. Panzerdivision bereitet sich als sogenannte „Warfighting Division“ auf die Führung von Kampfhandlungen im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung vor. Im Ernstfall würde sie vom Multinationalen Korps Nordost im polnischen Stettin geführt.
Divisionskommandeur Generalmajor Jörg See bezeichnet die Übungen als wesentlichen Bestandteil der Einsatzbereitschaft. Ziel sei es, die Brigaden im vorgesehenen Einsatzraum auf ihre Aufgaben vorzubereiten. „Übungen sind ein Eckpfeiler unserer Einsatzbereitschaft“, betont See.
Transparenzhinweis: Grundlage dieses Berichts sind eine Pressemitteilung des PIZ Heer und ergänzende Informationen der Bundeswehr zur Panzerbrigade 45. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

