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32,4 Millionen Euro für Kommunen in der Oberpfalz

Erbendorf erhält 1,95 Millionen Euro, Windischeschenbach 1,8 Millionen Euro. Die höchsten Hilfen gehen nach Sulzbach-Rosenberg und an den Landkreis Amberg-Sulzbach.

WEIDEN. Städte, Gemeinden und Landkreise in der Oberpfalz erhalten in diesem Jahr insgesamt rund 32,4 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen. Das teilt die SPD-Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler mit. Der zuständige Verteilerausschuss aus Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und der Staatsregierung habe am Freitag über die Vergabe entschieden. Im Vorjahr waren 21,9 Millionen Euro in die Oberpfalz geflossen.

Die größten Einzelbeträge erhalten die Stadt Sulzbach-Rosenberg mit 9,6 Millionen Euro und der Landkreis Amberg-Sulzbach mit sieben Millionen Euro. In der nördlichen Oberpfalz zählen Erbendorf mit 1,95 Millionen Euro, Windischeschenbach mit 1,8 Millionen Euro und Mitterteich mit 1,75 Millionen Euro zu den größeren Empfängern.

Diese Kommunen erhalten Unterstützung

Landkreis beziehungsweise KommuneBetrag
Landkreis Amberg-Sulzbach7.000.000 Euro
Auerbach1.200.000 Euro
Birgland610.000 Euro
Etzelwang990.000 Euro
Freihung220.000 Euro
Hirschau644.000 Euro
Sulzbach-Rosenberg9.600.000 Euro
Weigendorf1.000.000 Euro
Landkreis Neustadt an der Waldnaab100.000 Euro
Georgenberg940.000 Euro
Pleystein150.000 Euro
Windischeschenbach1.800.000 Euro
Im Landkreis Regensburg
Beratzhausen1.450.000 Euro
Im Landkreis Schwandorf
Altendorf400.000 Euro
Guteneck200.000 Euro
Oberviechtach1.650.000 Euro
Pfreimd230.000 Euro
Schwarzhofen120.000 Euro
Trausnitz50.000 Euro
Im Landkreis Tirschenreuth
Erbendorf1.950.000 Euro
Immenreuth345.000 Euro
Mitterteich1.750.000 Euro

Von den insgesamt 32,399 Millionen Euro entfallen 7,1 Millionen Euro auf die beiden unterstützten Landkreise. Städte und Gemeinden erhalten zusammen 25,299 Millionen Euro.

Bäumler fordert dauerhaft bessere Finanzausstattung

Die SPD-Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler fordert angesichts steigender kommunaler Schulden eine dauerhaft bessere Finanzausstattung für Städte, Gemeinden und Landkreise.

Bayernweit stehen für Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen nach Angaben aus Bäumlers Mitteilung in diesem Jahr 250 Millionen Euro zur Verfügung. Davon stammen 150 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt und 100 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes.

Bäumler begrüßt die zusätzlichen Bundesmittel, sieht darin aber keine dauerhafte Lösung für die kommunalen Finanzprobleme. Die finanzielle Lage bleibe dramatisch und verschlechtere sich von Jahr zu Jahr, erklärt die Abgeordnete.

Unter Berufung auf die kommunalen Spitzenverbände nennt sie ein seit 2023 aufgelaufenes Defizit der bayerischen Kommunen von insgesamt mehr als 12,5 Milliarden Euro. Die kommunalen Schulden seien bis zur Jahresmitte 2026 auf 21,34 Milliarden Euro gestiegen. Zugleich hätten sich die Sozialausgaben seit 2014 auf zuletzt 11,15 Milliarden Euro nahezu verdoppelt.

„Diese ungebremste Verschuldungsdynamik muss der Freistaat stoppen“, fordert Bäumler. Bayern müsse seine Kommunen finanziell so ausstatten, dass sie ihre Aufgaben wieder aus eigener Kraft erfüllen könnten.

Für 2027 haben sich Freistaat und kommunale Spitzenverbände laut der Mitteilung auf einen kommunalen Finanzausgleich von 13,59 Milliarden Euro verständigt. Das wären 756 Millionen Euro mehr als 2026. Hinzu kämen außerhalb des Finanzausgleichs 1,2 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen des Bundes für kommunale Investitionen.

Die SPD-Landtagsfraktion fordert darüber hinaus, den kommunalen Anteil am allgemeinen Steuerverbund von derzeit 13,3 auf 15 Prozent anzuheben. Nach ihrer Berechnung hätten den Kommunen damit allein 2026 rund 850 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestanden.

Wofür die Hilfen gedacht sind

Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen sind ein Teil des kommunalen Finanzausgleichs. Dessen größter Posten sind die Schlüsselzuweisungen.

Bedarfszuweisungen sollen besondere finanzielle Belastungen von Gemeinden und strukturschwachen Landkreisen abfedern. Stabilisierungshilfen richten sich insbesondere an strukturschwache oder vom demografischen Wandel besonders betroffene Kommunen, die ihre Haushalte dauerhaft konsolidieren wollen.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der SPD-Landtagsabgeordneten Nicole Bäumler. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.