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Airbus und MTU bündeln Kräfte für Wasserstoffantrieb

Geplantes Gemeinschaftsunternehmen soll ab 2027 einen vollelektrischen Brennstoffzellenantrieb für Verkehrsflugzeuge entwickeln

MÜNCHEN. Airbus und MTU Aero Engines wollen gemeinsam einen wasserstoffbasierten Brennstoffzellenantrieb für die Luftfahrt entwickeln und bis zur Marktreife bringen. Dafür planen die beiden Unternehmen die Gründung eines Joint Ventures. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht darin ein starkes Signal für den Luftfahrt- und Technologiestandort Bayern.

Das neue Unternehmen soll die Entwicklung, Konstruktion, Erprobung, Zertifizierung und spätere Vermarktung eines vollelektrischen Antriebssystems übernehmen. Als Energieträger ist Wasserstoff vorgesehen, der in Brennstoffzellen zur Stromerzeugung genutzt wird.

Die Vereinbarung ist bislang nicht bindend. Die Gründung steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und der erforderlichen Beteiligungsverfahren auf europäischer und nationaler Ebene. Nach Angaben der Unternehmen soll das Joint Venture voraussichtlich 2027 seine Arbeit aufnehmen.

Kompetenzen in neuer Einheit bündeln

Airbus und MTU wollen ihre bisherigen Entwicklungsarbeiten in einer eigenen Organisation zusammenführen. Airbus bringt dabei unter anderem sein Wissen im Flugzeugbau sowie bei Brennstoffzellen und flüssigem Wasserstoff ein. MTU verfügt über Erfahrung in der Triebwerksentwicklung, Integration, Erprobung, Zertifizierung und Instandhaltung.

„Wir bündeln unsere jeweiligen Technologien und unser Fachwissen in einer eigens dafür gegründeten Einheit“, erklärte Bruno Fichefeux, Leiter Zukunftsprogramme bei Airbus. Ziel sei ein europäisches Kompetenzzentrum, das Forschungsergebnisse in industrialisierte und zertifizierbare elektrische Antriebssysteme überführen könne.

MTU-Entwicklungschef Dr. Stefan Weber sprach von einem entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zum ersten Wasserstoffantrieb. Das geplante Unternehmen solle den gesamten Lebenszyklus eines Brennstoffzellenantriebs abdecken – von der Entwicklung und Erprobung bis zur Zertifizierung und Vermarktung.

Die Zusammenarbeit baut auf einer Vereinbarung auf, die Airbus und MTU im Juni 2025 bei der Paris Air Show geschlossen hatten.

Aiwanger sieht Chance für Bayern

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßte das Vorhaben. „Die geplante Bündelung der Kompetenzen von Airbus und MTU zeigt, dass Bayern und Deutschland bei zentralen Zukunftstechnologien der Luftfahrt eine führende Rolle einnehmen können“, sagte er.

Wasserstoffbasierte Brennstoffzellenantriebe seien ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem klimafreundlicheren Luftverkehr. Die Verbindung von Brennstoffzellentechnik, Antriebssystemen, Erprobung, Zertifizierung und Industrialisierung sei ein starkes industriepolitisches Signal.

Nach Einschätzung des Ministers profitiert Bayern dabei von einem Netzwerk aus Luftfahrtunternehmen, Zulieferern, Forschungseinrichtungen und Testinfrastrukturen. „Unser Ziel ist klar: Bayern soll bei der nächsten Generation klimafreundlicher Luftfahrttechnologien ganz vorne mitspielen“, erklärte Aiwanger.

Strom aus Wasserstoff und Sauerstoff

In einer Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff miteinander und erzeugen dabei elektrische Energie. Diese treibt Elektromotoren an. Während des Fluges entstehen bei diesem Prozess nach Angaben der Unternehmen weder Kohlendioxid noch Stickoxide, sondern vor allem Wasserdampf.

Für die gesamte Klimabilanz sind allerdings auch die Herstellung, der Transport und die Bereitstellung des Wasserstoffs sowie weitere Klimaeffekte des Luftverkehrs entscheidend.

Airbus hatte im März 2025 angekündigt, seine Entwicklungsarbeit auf ein vollelektrisches Brennstoffzellensystem zu konzentrieren. MTU arbeitet unter anderem an der sogenannten Flying Fuel Cell und leitet das europäische Technologieprojekt HEROPS für wasserstoffbasierte elektrische Antriebsstränge.

Neben dem eigentlichen Antrieb wollen die beiden Unternehmen auch den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur für die Luftfahrt und geeignete rechtliche Rahmenbedingungen unterstützen. Beides gilt als Voraussetzung für einen späteren Einsatz wasserstoffbetriebener Verkehrsflugzeuge in größerem Maßstab.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bilden Pressemitteilungen des Bayerischen Wirtschaftsministeriums sowie von Airbus und MTU Aero Engines. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.