KI im Handwerk: Projekt soll Angebote erleichtern und Fachwissen sichern
SCHWANDORF. Angebote schneller erstellen und das Erfahrungswissen langjähriger Mitarbeiter bewahren: Dabei soll Künstliche Intelligenz Handwerksbetriebe in Niederbayern und der Oberpfalz unterstützen. Bei einer Zwischenbilanz des Projekts KINO in Schwandorf warb Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger für einen stärkeren Einsatz der Technologie.
KINO steht für „Künstliche Intelligenz im Handwerk Niederbayern-Oberpfalz“. Hinter dem Gemeinschaftsprojekt stehen die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, die Technische Hochschule Deggendorf und der Technologie Campus Grafenau. Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit fast 1,5 Millionen Euro und übernimmt damit den Großteil der Kosten.
Sechs Betriebe erproben Anwendungen
Das Projekt läuft seit November 2024 und soll im Oktober 2027 enden. Gemeinsam mit sechs Betrieben aus der Region werden KI-Anwendungen entwickelt und praktisch erprobt. Im Mittelpunkt stehen die automatisierte Angebotserstellung und die Weitergabe von Fachwissen.
So sollen sich Arbeitsschritte und Erfahrungen von Fachkräften und Meistern beispielsweise per Video dokumentieren lassen. Mithilfe generativer KI soll dieses Wissen anschließend für andere Mitarbeiter zugänglich werden. Ziel ist es, betriebliches Wissen zu bewahren und die Beschäftigten bei zeitaufwendigen Verwaltungs- und Planungsaufgaben zu entlasten.
Welche Betriebe beteiligt sind und welche messbaren Ergebnisse die bisherigen Erprobungen geliefert haben, geht aus der Mitteilung des Ministeriums nicht hervor.
Aiwanger sieht Chancen für den Arbeitsalltag
„Künstliche Intelligenz wird den Handwerker nie ersetzen, kann ihm aber das Leben erleichtern und seine Arbeit produktiver machen“, sagte Aiwanger. Als mögliche Einsatzbereiche nannte er bürokratische Aufgaben, die Berechnung von Angebotspreisen und einfache Routinetätigkeiten.
Der Minister sprach sich dafür aus, stärker auf die Chancen der Technik zu schauen. Gerade für Nachwuchskräfte könne der Einsatz von KI, Drohnen oder Robotern attraktiv sein. Zugleich forderte er bessere politische Rahmenbedingungen, damit mittelständische Betriebe investieren und neue Technologien nutzen können.
KINO gehört zur bayerischen Initiative „Handwerk Innovativ“. Sie soll die Zusammenarbeit zwischen Handwerksorganisationen und Forschungseinrichtungen stärken und neue Entwicklungen in die betriebliche Praxis bringen.

Foto: StMWi/K. Huber
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

