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„Elektrifizierung jetzt“: Grünen-Politikerin fordert endlich Tempo beim Bahnausbau in der Nordoberpfalz

Weiden. Die Elektrifizierung wichtiger Bahnstrecken in der Nordoberpfalz kommt nach Ansicht der Grünen-Landtagsabgeordneten Laura Weber nicht voran. Fehlende Finanzierungszusagen des Bundes gefährdeten zentrale Infrastrukturprojekte und sorgten für weitere Verzögerungen. Mit einem öffentlichen Fachgespräch unter dem Titel „Elektrifizierung jetzt“ will Weber am Mittwoch, 9. Juli, auf die Situation aufmerksam machen und gemeinsam mit Fachleuten über mögliche Lösungen diskutieren.

Den Auftakt bildet um 16.30 Uhr ein Rundgang durch den Bahnhof Weiden. Anschließend findet ab 17.15 Uhr im Grünen Büro in der Dr.-Pfleger-Straße 34 eine öffentliche Diskussionsrunde statt.

Finanzierung stockt nach der Vorplanung

Hintergrund ist nach Angaben der Grünen eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion. Demnach werde derzeit bundesweit kein Bahnprojekt in die nächste Planungsphase übernommen, wenn die laufende Vorplanung bereits abgeschlossen sei.

Davon betroffen sei auch das Projektbündel Marktredwitz–Regensburg, das unter anderem die seit Jahren geforderte Elektrifizierung der Strecke sowie Maßnahmen zur Kapazitätssteigerung umfasst.

Nach Angaben Webers wurden bereits erhebliche Summen in die Vorplanung investiert. Ohne weitere Finanzierungszusagen drohten die Projekte jedoch auf unbestimmte Zeit zu pausieren. Gleichzeitig bestehe die Gefahr, dass Planungen aufgrund neuer Vorschriften später erneut überarbeitet werden müssten.

Auch Barrierefreiheit betroffen

Besonders kritisch sieht Weber die Auswirkungen auf den Bahnhof Weiden. Durch den Planungsstopp gerate nach ihren Angaben auch der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs ins Stocken – ein Thema, das Fahrgäste in der Region seit vielen Jahren beschäftigt.

Parallel hat die Landtagsabgeordnete eine Anfrage an die Bayerische Staatsregierung zu den Projekten zwischen Marktredwitz und Regensburg sowie zu den bislang entstandenen Planungskosten gestellt. Die Antwort soll rechtzeitig zur Veranstaltung vorliegen.

Kritik am Bund

Laura Weber fordert, die Mittel aus dem Infrastruktur-Sondervermögen konsequent für den Ausbau der Schiene einzusetzen.

„Wenn lang versprochene Bahnprojekte jetzt eingestampft oder auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden, ist das ein Schlag ins Gesicht der Menschen in der Nordoberpfalz“, erklärt die Abgeordnete. Die Region leide bereits heute unter überfüllten und verspäteten Zügen sowie einer hohen Belastung der Straßen durch Güterverkehr.

Nach ihrer Auffassung müsse der kommende Bundeshaushalt die Finanzierung der bereits geplanten Bahnprojekte sicherstellen. Andernfalls drohten Planungsteams aufgelöst zu werden und wertvolles Fachwissen verloren zu gehen.

Experten diskutieren Perspektiven

An der Veranstaltung beteiligen sich unter anderem Prof. Dr. Lukas Iffländer, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN, Alexander Grundler, Behindertenbeauftragter der Stadt Weiden, sowie Dr. Markus Büchler, mobilitätspolitischer Sprecher der Grünen im Bayerischen Landtag.

Ziel des Fachgesprächs ist es, den aktuellen Stand der Bahnprojekte einzuordnen, Probleme vor Ort sichtbar zu machen und gemeinsam über die Zukunft der Schieneninfrastruktur in der Nordoberpfalz zu diskutieren.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.