Oberviechtacher Panzergrenadiere üben erstmals mit Brigade „Litauen“ im Baltikum
PABRADE / OBERVIECHTACH. Für das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach hat ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen des NATO-Einsatzes in Litauen begonnen: Bei der Übung „Freedom Shield I“ trainiert die Oberpfälzer Einheit erstmals gemeinsam mit der Panzerbrigade 45 „Litauen“ unter realitätsnahen Gefechtsbedingungen im litauischen Pabrade.
Die Übung gilt als erster großer Härtetest der Brigade auf dem Weg zur vollständigen Einsatzbereitschaft an der NATO-Ostflanke. Insgesamt sind rund 3.000 Soldaten beteiligt, davon etwa 2.900 aus Deutschland. Zum Einsatz kommen rund 800 Fahrzeuge aus acht NATO-Staaten.
Kampfpanzer und Puma-Schützenpanzer aus der Oberpfalz im Einsatz
Besonders im Fokus steht dabei das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach. Die Oberpfälzer Soldaten verlegten ihre Schützenpanzer Puma sowie weiteres Gerät per Bahn und Fähre ins Baltikum. Gemeinsam mit dem Panzerbataillon 203 aus Augustdorf bilden sie künftig das Rückgrat der Brigade „Litauen“.
Die beiden Bataillone sollen im kommenden Jahr dauerhaft nach Litauen verlegt werden, sobald die notwendige Infrastruktur fertiggestellt ist. Bis dahin nehmen die Soldaten regelmäßig an Übungen vor Ort teil.
Training unter realen Bedingungen
In Pabrade trainieren die Soldaten unter möglichst realistischen Einsatzbedingungen. Geübt wird das Zusammenspiel moderner Gefechtsmittel – darunter Drohnen, Mörser, Artillerie, Kampfhubschrauber sowie Kampf- und Schützenpanzer.
Mit „Freedom Shield I“ startet zugleich eine neue Übungsserie der Panzerbrigade 45 „Litauen“. Künftig soll die Brigade zweimal jährlich ihre Einsatz- und Kriegstüchtigkeit im Baltikum unter Beweis stellen.
Die Bundeswehr wertet die Übung als wichtigen Meilenstein beim Aufbau der dauerhaft in Litauen stationierten Brigade. Für die Soldaten aus Oberviechtach bedeutet dies zugleich eine immer stärkere Einbindung in die NATO-Verteidigung an der Ostflanke.

