Zoll deckt zahlreiche Verdachtsfälle in Paketbranche auf
REGENSBURG. Nach der bundesweiten Schwerpunktkontrolle gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung hat das Hauptzollamt Regensburg nun eine erste Bilanz veröffentlicht. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) überprüfte dabei zahlreiche Unternehmen der Paket- und Logistikbranche in der Oberpfalz und darüber hinaus.
Im Einsatz waren insgesamt 68 Zöllner aus Regensburg, Weiden und Hof. Kontrolliert wurden Betriebe der Kurier-, Express- und Paketbranche durch Personenbefragungen sowie die Prüfung von Geschäftsunterlagen.
Mehr als 170 Personen kontrolliert
Im Rahmen der Aktion wurden über 170 Beschäftigte überprüft. Zudem leitete der Zoll mehrere Prüfungen von Geschäftsunterlagen ein. Bereits jetzt zeichnen sich zahlreiche Verdachtsfälle ab.
Nach Angaben des Hauptzollamts ergaben sich insgesamt 23 Sachverhalte, die nun weiter untersucht werden müssen. Darunter befinden sich:
- vier mögliche Verstöße gegen den Mindestlohn,
- zwei Fälle mutmaßlich illegaler Beschäftigung,
- sieben Verdachtsfälle auf Leistungsmissbrauch,
- neun weitere Unregelmäßigkeiten,
- sowie ein Verdacht auf Sozialversicherungsbetrug.
In einem Fall wurde zusätzlich die zuständige Ausländerbehörde informiert.
Umfangreiche Nachermittlungen laufen
Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern weiterhin an. Der Zoll gleicht nun die bei den Kontrollen erhobenen Daten mit Lohn- und Finanzunterlagen der Unternehmen ab.
Die Schwerpunktprüfungen finden regelmäßig bundesweit statt und sollen Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung sowie Sozialleistungsbetrug aufdecken.
Der aktuelle Einsatz zeigt erneut, dass die Paket- und Logistikbranche weiterhin verstärkt im Fokus der Ermittler steht.

