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Wieder illegaler Welpentransport gestoppt – Grenzpolizei entdeckt drei Hundebabys bei Kontrolle

Behörden schlagen Alarm: Fälle häufen sich in den vergangenen Wochen

WUNSIEDEL. Es sind Bilder, die sich für die Einsatzkräfte inzwischen erschreckend oft wiederholen: Bei Grenzkontrollen entlang der deutsch-tschechischen Grenze fallen Beamten immer wieder Hundewelpen in die Arme. Auch am Sonntagmittag stoppte die Bayerische Grenzpolizei erneut einen illegalen Tiertransport – ein weiterer Fall in einer ganzen Reihe ähnlicher Aufgriffe der vergangenen Wochen.

Gegen 13.40 Uhr nahmen die Beamten im Rahmen der vorübergehend wiederangeordneten Grenzkontrollen einen Mercedes Sprinter mit bulgarischer Zulassung genauer unter die Lupe. Das Fahrzeug war mit vier Personen besetzt.

Im Laderaum entdeckten die Polizisten einen Hundekäfig mit drei Zwergspitzwelpen.

Dokumente gefälscht – Welpen sichergestellt

Der 30-jährige Fahrer konnte zunächst Heimtierausweise für die Hunde vorzeigen. Bei der genaueren Überprüfung stellten die Beamten jedoch Unstimmigkeiten sowie Verfälschungen in den Dokumenten fest. Die Ausweise wurden daraufhin beschlagnahmt.

Nach Rücksprache mit dem Veterinäramt wurden die Welpen sichergestellt und in die Obhut eines Tierheims übergeben. Gegen den Fahrer wird nun wegen Urkundenfälschung sowie eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Seine Weiterfahrt durfte er anschließend fortsetzen.

Internationales Geschäft mit großem Tierleid

Der aktuelle Fall steht exemplarisch für ein internationales Geschäft, das seit Jahren boomt. Organisierte Händler transportieren Hundewelpen über weite Strecken nach Deutschland, häufig mit gefälschten Papieren oder unzureichendem Impfschutz. Die Tiere sind oft zu jung, geschwächt oder krank.

Tierschützer berichten, dass viele Welpen aus Massenzuchten stammen, in denen Muttertiere dauerhaft zur Zucht eingesetzt werden. Die Tiere wachsen häufig unter schlechten hygienischen Bedingungen auf, ohne medizinische Versorgung und ohne ausreichende Prägung. Lange Transporte bedeuten zusätzlichen Stress für die ohnehin geschwächten Tiere.

Nachfrage bleibt der Motor des Problems

Ohne Käufer würde dieses Geschäft nicht funktionieren. Immer noch bestellen sogenannte „Tierliebhaber“ Hunde über Online-Plattformen oder soziale Netzwerke – angelockt von niedrigen Preisen oder schnellen Verfügbarkeiten.

Was als spontane Freude über einen niedlichen Welpen beginnt, endet nicht selten mit Tierarztkosten, schweren Erkrankungen oder großem Leid für die Tiere.

Die Behörden appellieren deshalb erneut an künftige Hundehalter, Tiere nur aus seriösen Quellen oder Tierheimen zu übernehmen und Herkunft sowie Dokumente genau zu prüfen.

Denn jeder Kauf entscheidet mit darüber, ob der nächste Welpentransport überhaupt erst startet.