Organisierte Kriminalität wird brutaler
Polizeigewerkschaft fordert moderne Technik und mehr Schutz für Einsatzkräfte
Berlin. Kriminelle Netzwerke in Deutschland arbeiten zunehmend international, nutzen digitale Plattformen und greifen häufiger zu Gewalt. Das geht aus dem am Dienstag, 15. September, veröffentlichten Bundeslagebild „Organisierte Kriminalität 2025“ hervor.
Im vergangenen Jahr bearbeiteten die Behörden 683 Ermittlungsverfahren gegen organisierte Kriminalität – 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden 7.988 Tatverdächtige erfasst. Der festgestellte finanzielle Schaden belief sich auf 2,78 Milliarden Euro.
Besonders deutlich zeigt sich die wachsende Gewaltbereitschaft: In 31 Verfahren standen Gewalttaten im Mittelpunkt, fast dreimal so häufig wie im Jahr zuvor. Nach Erkenntnissen der Behörden werden auch Kinder und Jugendliche über soziale Netzwerke für Straftaten angeworben.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht darin einen Angriff auf den Rechtsstaat. Ihr Bundesvorsitzender Jochen Kopelke warnt davor, dass Deutschland an unterschiedlichen Zuständigkeiten und schwerfälligen Strukturen scheitern könnte. Die Polizei benötige mehr Fachleute, moderne Möglichkeiten für digitale Ermittlungen und einen besseren Schutz der eingesetzten Beamten.
„Die Polizei darf nicht mit den Mitteln von gestern gegen die Kriminalität von morgen kämpfen“, sagte Kopelke. Zudem müsse der Staat kriminell erworbenes Vermögen konsequenter einziehen, um den Netzwerken ihre finanzielle Grundlage zu nehmen.
Transparenzhinweis: Grundlage dieses Berichts waren Pressemitteilungen des Bundeskriminalamts und der Gewerkschaft der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

