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ÖDP Nordoberpfalz diskutiert über Flugplatz, Walderhalt und Wirtschaftspolitik

Gabi Lingl wird bei Jahreshauptversammlung in Weiden-Neunkirchen einstimmig zur neuen Beisitzerin gewählt

WEIDEN-NEUNKIRCHEN. Die finanzielle Situation des Flugplatzes Latsch, der Erhalt von Waldflächen und die künftige wirtschaftspolitische Ausrichtung der Partei standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der ÖDP Nordoberpfalz. Kreisvorsitzender Thomas Wallmeyer begrüßte dazu fast zwei Dutzend Mitglieder und Gäste sowie Vertreter zweier Weidener Bürgerinitiativen.

Reguläre Vorstandswahlen stehen bei der ÖDP erst im Jahr 2027 an. Notwendig wurde jedoch die Nachwahl eines Beisitzers, nachdem Robert Lechner nach Angaben des Kreisverbandes aus der Partei ausgetreten war. Als Nachfolgerin wurde Gabi Lingl einstimmig gewählt.

Kritik an den Kosten des Flugplatzes Latsch

Christian Rittner, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Fluglärm Weiden“, berichtete über die Entwicklung und die aktuellen Vorgänge am Flugplatz Latsch. Nach Darstellung der Bürgerinitiative belasten Finanzierungslücken und weiterer Investitionsbedarf den Haushalt der Stadt Weiden jährlich mit mindestens 100.000 Euro.

Für das Jahr 2026 seien laut Rittner sogar 212.000 Euro eingeplant. Ein Grund dafür sei der notwendige Rückbau einer Tankanlage, die seit ihrer Errichtung vor rund zehn Jahren nie in Betrieb gegangen sei. In den Tanks befänden sich demnach noch rund 25.000 Liter Kerosin und bleihaltiges Flugbenzin.

Mit einem augenzwinkernden Schlussbild sorgte Rittner für Heiterkeit: Auf einem Löwenplakat der ÖDP waren zwei Reißnägel zu sehen – eine für die Partei und eine für die Bürgerinitiative. Sein Kommentar: „Vielleicht bewegt sich doch was!“

Bürgerentscheid zum Walderhalt wirkt nach

Hans Riedlbauer, Sprecher des „Aktionsbündnisses Walderhalt“, erinnerte an den Bürgerentscheid aus dem Jahr 2021. Damals hatten sich 65 Prozent der abstimmenden Weidener Bürger gegen das geplante Gewerbegebiet Weiden West IV und für den Erhalt der betroffenen Waldflächen ausgesprochen.

Riedlbauer sieht derzeit keine konkrete Gefahr, dass die Stadt die früheren Planungen wieder aufgreift. Ein dafür notwendiger Flächentausch mit den Bayerischen Staatsforsten sei bereits damals abgelehnt worden. Zudem hätten sich nach seiner Einschätzung die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert.

In der anschließenden Diskussion ging es auch um die Frage, ob die angespannte finanzielle Lage der Stadt die Zustimmung zu neuen Großprojekten zusätzlich erschweren könnte.

ÖDP will alternatives Wirtschaftsmodell stärker betonen

Kreisvorsitzender Wallmeyer befasste sich in seinem Bericht mit der wirtschaftlichen Entwicklung und der politischen Bedeutung des Wachstumsbegriffs. „Wirtschaftswachstum? Haben wir seit fünf Jahren nicht mehr – geht es uns persönlich wirklich schlechter?“, fragte er.

Nach Ansicht der ÖDP werde Wirtschaftswachstum von Politik und Wirtschaft weiterhin zu häufig als grundlegende Voraussetzung für Wohlstand dargestellt. Der Kreisverband wolle deshalb künftig stärker auf das ökologisch-soziale Wirtschaftsprogramm der Partei verweisen. Ziel sei eine Politik, die ökologische Verantwortung, soziale Sicherheit und langfristige Lebensqualität miteinander verbinde.

Kassenführung ohne Beanstandungen

Schatzmeister Günther Sparrer stellte den Kassenbericht für das Jahr 2025 vor. Kassenprüfer Schöttler bestätigte eine ordnungsgemäße und einwandfreie Kassenführung. Eine Entlastung des Vorstandes war nicht vorgesehen, da diese beim Kreisverband nur alle zwei Jahre und damit erst wieder 2027 ansteht.

Sparrer verwies außerdem auf die seit der Kommunalwahl 2026 von den Parteien zu veröffentlichenden Transparenzerklärungen. Diese sollen unter anderem Auskunft über die Finanzierung und organisatorische Strukturen geben.

Zum Abschluss berichtete Wallmeyer über den Erhalt der beiden ÖDP-Mandate im Kreistag des Landkreises Neustadt an der Waldnaab. Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ diskutierten Mitglieder und Gäste über die Öffentlichkeitsarbeit sowie darüber, wie die Partei ihre Vorstellungen einer alternativen Wirtschaftspolitik künftig stärker vermitteln kann.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der ÖDP Nordoberpfalz. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.