Hitze-Wochenende bringt Feuerwehren an ihre Grenzen
43 Einsätze in nur drei Tagen: Wald- und Flächenbrände fordern über 40 Feuerwehren im Landkreis Schwandorf – Landwirte, Hubschrauber und Hilfsorganisationen unterstützen.
Schwandorf. Die anhaltende Hitze und die extreme Trockenheit haben den Feuerwehren im Landkreis Schwandorf eines der arbeitsreichsten Wochenenden der vergangenen Jahre beschert. Innerhalb von nur drei Tagen mussten die Einsatzkräfte insgesamt 43 Einsätze bewältigen. Besonders alarmierend: Allein 13 Wald- und Vegetationsbrände hielten die Feuerwehren über Stunden hinweg in Atem. Zeitweise liefen mehrere Großeinsätze gleichzeitig.
Die Bilanz der Kreisbrandinspektion zeigt das Ausmaß der außergewöhnlichen Lage:
- 19 Brandeinsätze, davon 13 Wald- und Vegetationsbrände
- 24 Technische Hilfeleistungen
- 3 vorsorgliche Wachbesetzungen
- über 40 eingesetzte Feuerwehren
- Unterstützung durch Polizei, Polizeihubschrauber, Luftbeobachtung Bayern, Rettungsdienst, Bergwacht und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL)
Brände an mehreren Orten gleichzeitig
Bereits am Freitagabend begann die Einsatzserie mit einem größeren Wald- und Flächenbrand im Gemeindebereich Wackersdorf. Während dort noch gelöscht wurde, mussten weitere Kräfte bereits zu einem Vegetationsbrand im Stadtgebiet Schwandorf ausrücken.
Am Samstag verschärfte sich die Lage weiter. Im Bereich Pfreimd wurden die Feuerwehren zunächst zu einem Waldbrand alarmiert. Noch während dieses Einsatzes ging die Meldung über einen weiteren Waldbrand bei Stulln ein. Parallel dazu brach ebenfalls im Stadtgebiet Pfreimd ein Dachstuhlbrand aus.
Weil zahlreiche Einsatzkräfte gleichzeitig gebunden waren, richtete die Kreisbrandinspektion vorsorglich drei Wachbesetzungen ein. Damit sollte sichergestellt werden, dass trotz der laufenden Großeinsätze jederzeit ausreichend Feuerwehrkräfte für weitere Notfälle zur Verfügung standen.
Auch am Sonntag entspannte sich die Situation nicht. Im Bereich Haag bei Schwarzhofen mussten die Feuerwehren erneut einen größeren Waldbrand bekämpfen. Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin.
Hitze erschwerte die Löscharbeiten
Neben den eigentlichen Bränden stellte vor allem die Witterung die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen. Wald- und Vegetationsbrände sind besonders personalintensiv. Häufig müssen Waldböden geöffnet und zahlreiche Glutnester mühsam abgelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Diese Arbeiten erfolgen oft in voller Schutzausrüstung und bei großer körperlicher Belastung.
Die hochsommerlichen Temperaturen erschwerten die Einsätze zusätzlich. Viele Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner standen stundenlang bei weit über 30 Grad im Einsatz.
Zur Unterstützung kamen sowohl am Samstag als auch am Sonntag Polizeihubschrauber zum Einsatz. Zusätzlich half die Luftbeobachtung Bayern vom Stützpunkt Schmidgaden bei der Erkundung der Brandstellen aus der Luft. Rettungsdienst, Bergwacht und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung unterstützten die Feuerwehren bei den größeren Einsatzlagen.
Landwirte helfen mit Wassertransporten
Besonders hervorgehoben wird von der Kreisbrandinspektion auch die Unterstützung zahlreicher Landwirte. Sie stellten Güllefässer und Wassertransporte zur Verfügung und halfen damit, die Löschwasserversorgung insbesondere in abgelegenen Waldgebieten sicherzustellen.
Beeindruckt zeigte sich die Kreisbrandinspektion zudem vom Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehren. Trotz der außergewöhnlichen Einsatzbelastung unterstützten zahlreiche Wehren gleichzeitig die Feuerwehr Iffelsdorf bei ihrem Jubiläum.
Kreisbrandrat: „Jede Feuerwehr war wichtig“
Der Pressesprecher der Kreisbrandinspektion betont, wie schnell sich die Trockenheit zu einer ernsthaften Gefahr entwickeln könne. Innerhalb kürzester Zeit seien Feuerwehren an zahlreichen Einsatzstellen gleichzeitig gefordert gewesen. Besonders Wald- und Vegetationsbrände würden über viele Stunden enorme personelle Ressourcen binden. Beeindruckend sei dabei die hohe Einsatzbereitschaft und der kameradschaftliche Zusammenhalt aller Feuerwehren gewesen.
Auch Kreisbrandrat Christian Demleitner zieht eine außergewöhnliche Bilanz: Das Wochenende habe eindrucksvoll gezeigt, welchen Stellenwert jede einzelne Feuerwehr im Landkreis für die Sicherheit der Bevölkerung habe. Er dankte ebenso wie Landrat Thomas Ebenling allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern sowie den beteiligten Hilfsorganisationen für ihren unermüdlichen Einsatz unter schwierigsten Bedingungen.
Angesichts der anhaltenden Trockenheit appellieren die Feuerwehren erneut an die Bevölkerung, offenes Feuer in Waldnähe zu vermeiden, keine Zigarettenkippen achtlos wegzuwerfen und Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abzustellen. Schon kleinste Zündquellen können derzeit einen großflächigen Wald- oder Flächenbrand auslösen.
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Kreisbrandinspektion Schwandorf. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

