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Bundeswehr bestellt 149 mobile Rettungsstationen

Containerbasierte Behandlungseinrichtungen sollen die notfallmedizinische Versorgung entlang der militärischen Rettungskette modernisieren

Koblenz. Die Bundeswehr beschafft 149 weitere mobile Rettungsstationen für die Versorgung verwundeter Soldatinnen und Soldaten. Den Auftrag erteilte die Präsidentin des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, Annette Lehnigk-Emden, am 13. Juli an die Rheinmetall Project Solutions GmbH.

Für Fachkräfte aus Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr ist vor allem das Konzept interessant: Die Stationen sind als schnell verlegbare, containerbasierte Behandlungseinrichtungen ausgelegt. Sie sollen möglichst nah an den eingesetzten Truppen betrieben werden und die erste strukturierte notfallmedizinische Versorgung nach der Selbst- und Kameradenhilfe übernehmen.

Behandlungsebene für Stabilisierung und Transport

Die mobilen Rettungsstationen bilden die NATO-Behandlungsebene 1 ab. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Aufrechterhaltung und Sicherung lebenswichtiger Körperfunktionen. Verwundete werden dort für den Weitertransport vorbereitet und stabilisiert.

Darüber hinaus sind erste notfallchirurgische Maßnahmen möglich. Als Beispiel nennt das Bundesamt die chirurgische Versorgung von Wunden. Damit bilden die Stationen die erste medizinische Anlaufstelle innerhalb einer weiterführenden Rettungskette.

Das Einsatzprinzip weist Parallelen zu mobilen Behandlungsplätzen und sanitätsdienstlichen Komponenten des zivilen Bevölkerungsschutzes auf. Allerdings sind die militärischen Stationen gezielt für den Einsatz in unmittelbarer Nähe kämpfender Truppen und unter erhöhtem Gefährdungspotenzial ausgelegt.

Zwei Container bilden eine Rettungsstation

Jede Rettungsstation besteht aus zwei Containern, einem Verbindungselement und der notwendigen Transportkomponente. Die medizinischen Geräte werden vollständig innerhalb des Systems mitgeführt.

Dadurch können Personal und Material innerhalb kurzer Zeit transportiert, am Einsatzort aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Nach Abschluss eines Einsatzes lässt sich die Station wieder abbauen und an einen neuen Standort verlegen.

Diese Mobilität ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts: Die sanitätsdienstliche Versorgung soll den eingesetzten Verbänden folgen können und dabei auch unter wechselnden taktischen Bedingungen verfügbar bleiben.

Mehrzahl erhält ballistischen Schutz

Von den 149 bestellten Rettungsstationen werden 112 ballistisch geschützt. Sie sollen damit Schutz gegen Beschuss aus Handwaffen sowie gegen Splitterwirkung bieten.

Gerade dieser Aspekt unterscheidet die Systeme deutlich von zivilen mobilen Behandlungsplätzen. Neben medizinischer Ausstattung, Transportfähigkeit und kurzer Aufbauzeit fließt damit auch der Schutz von Patienten und medizinischem Personal unmittelbar in die Konstruktion ein.

Austausch bis Ende 2029 geplant

Die Bestellung erfolgt aus einem Rahmenvertrag, den das Bundesamt und Rheinmetall Project Solutions bereits 2024 geschlossen hatten. Damals wurden zunächst 16 Rettungsstationen fest beauftragt.

Die derzeit verwendeten Systeme stammen aus den frühen 2000er-Jahren. Sie sollen bis Ende 2029 schrittweise durch die neuen Stationen ersetzt werden. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte den Abruf am 8. Juli 2026 gebilligt.

Mit den neuen Rettungsstationen modernisiert die Bundeswehr einen entscheidenden Abschnitt ihrer medizinischen Rettungskette. Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine zeigen nach Angaben des Bundesamtes, welche Bedeutung eine schnelle, geschützte und bewegliche Akutversorgung für die Überlebenschancen Verwundeter hat.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.