Bundespolizei verweigert Familie die Einreise
Bei Grenzkontrollen auf der A6 bei Waidhaus stoppt die Bundespolizei eine vierköpfige Familie aus der Republik Moldau.
Waidhaus. Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben am Mittwoch, 12. August, einer vierköpfigen Familie aus der Republik Moldau die Einreise nach Deutschland verweigert. Noch am selben Abend wurden die vier Personen über den Flughafen Nürnberg in ihr Heimatland zurückgewiesen.
Die Familie war mit einem internationalen Linienbus auf der Strecke Prag–Paris unterwegs und wollte über die A6 nach Deutschland einreisen. Bei der Kontrolle konnten sich die 41, 40, 21 und 15 Jahre alten Personen mit gültigen moldauischen Reisepässen ausweisen. Weitere Dokumente, die ihnen die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland erlaubt hätten, konnten sie nach Angaben der Bundespolizei jedoch nicht vorlegen.
Bei der Überprüfung der Personalien stellten die Beamten fest, dass sich die vier Personen bereits seit vielen Monaten ununterbrochen im Schengen-Raum aufgehalten hatten. Damit hätten sie die maximal erlaubte Aufenthaltsdauer von 90 Tagen erheblich überschritten. Bei dem 21-Jährigen konnte laut Bundespolizei sogar ein Aufenthalt von mehr als drei Jahren im Schengen-Gebiet nachgewiesen werden.
Wegen des Versuchs der unerlaubten Einreise leiteten die Beamten Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz ein und verweigerten der Familie die Einreise nach Deutschland.
Alle vier Personen mussten jeweils eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.000 Euro bezahlen. Noch am Mittwochabend wurden sie gemeinsam über den Flughafen Nürnberg mit dem Flugzeug in die Republik Moldau zurückgewiesen.
Ob gegen die vier Personen eine Wiedereinreisesperre für den Schengen-Raum verhängt wird, wird nach Angaben der Bundespolizei noch geprüft.
Das von der Bundespolizei zur Verfügung gestellte Bild ist für redaktionelle Zwecke freigegeben. Foto: Bundespolizei
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