Bezirk hält an Millionenprojekt für Freilandmuseum fest
Neues Depot soll historische Fahrzeuge und Landmaschinen dauerhaft schützen – Bund lehnt Förderung ab
Neusath-Perschen/Flossenbürg. Der Bezirk Oberpfalz will den geplanten Bau eines Großobjektedepots für das Freilandmuseum Oberpfalz trotz einer Absage des Bundes weiter vorantreiben. Der Kulturausschuss sprach sich in seiner jüngsten Sitzung in Flossenbürg einstimmig dafür aus, das Vorhaben fortzuführen.
In dem neuen Depot sollen künftig große historische Exponate wie Fahrzeuge und Landmaschinen fachgerecht und dauerhaft gelagert werden. Der Kulturausschuss hatte das Projekt bereits im vergangenen Jahr beschlossen. Die ursprüngliche Kostenberechnung lag bei rund sieben Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon sollte über Fördermittel finanziert werden.
Bund lehnt Zuschuss über 3,3 Millionen Euro ab
Als wichtigster Zuschussgeber war der Bund vorgesehen. Im Rahmen der Richtlinie „Förderung von Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ hatte der Bezirk eine Förderung in Höhe von 3,3 Millionen Euro beantragt. Dieser Antrag wurde jedoch vollständig abgelehnt.
„Es bringt auch nichts, noch abzuwarten. Dieses Geld werden wir nicht bekommen“, sagte Bezirkstagspräsident Franz Löffler in der Sitzung. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Bedarf für das Depot weiterhin bestehe.
Gemeinsam mit dem Architekten prüft der Bezirk nun, wie sich die Baukosten reduzieren lassen. Die Grundkonstruktion soll erhalten bleiben, da sich das Gebäude nach Angaben Löfflers gut in die Topografie des Geländes einfügt. Wegen der Hanglage würde der Verzicht auf ein Geschoss kaum Einsparungen bringen, da stattdessen eine aufwendige Fundamentierung notwendig wäre.
Vorgesehen ist deshalb, die oberen beiden Geschosse zu verkleinern. Durch eine Reduzierung der Fläche um insgesamt 360 Quadratmeter sollen knapp 600.000 Euro eingespart werden. Die aktualisierten Gesamtkosten liegen damit bei rund 6,396 Millionen Euro.
Bezirk muss rund 4,8 Millionen Euro aufbringen
Positive Rückmeldungen gibt es unter anderem vom Kulturfonds Bayern, dem EU-Förderprogramm LEADER, der Bayerischen Landesstiftung, der Stadt Nabburg, dem Landkreis Schwandorf und dem Förderverein des Museums. Insgesamt stehen Förderungen in Höhe von rund 1,62 Millionen Euro in Aussicht.
Nach aktuellem Stand müsste der Bezirk damit rund 4,776 Millionen Euro aus eigenen Mitteln finanzieren. Über die Bereitstellung des Geldes soll bei der Haushaltssitzung des Bezirkstags beraten werden.
Zuschüsse für Musik, Heimatpflege und Sport
Neben dem Depotprojekt befasste sich der Kulturausschuss mit zahlreichen Förderanträgen aus den Bereichen Heimatpflege, Musik und Sport.
Der Historische Verein für die Oberpfalz und Regensburg erhält 4.000 Euro für die Herausgabe seines 166. Verhandlungsbandes. Das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester wird mit 5.500 Euro unterstützt. Für Projektwochen der Jungen Philharmonie Ostbayern bewilligte der Ausschuss 2.600 Euro. Der Regionalausschuss Oberpfalz Süd erhält für den Wettbewerb „Jugend musiziert“ einen Zuschuss von 600 Euro.
Für die Sportförderung stellt der Bezirk dem Bayerischen Landes-Sportverband und den Sportfachverbänden auf Bezirksebene im Jahr 2026 insgesamt 124.000 Euro zur Verfügung. Die Bayerische Sportjugend im Sportbezirk Oberpfalz erhält 7.700 Euro. Weitere 4.000 Euro fließen in das Projekt „Bildungsnetzwerke im Sport – Bewegtes Lernen in Krippe und Kita“.
Der Oberpfälzer Schützenbund und der Schützenbezirk Oberpfalz werden wie in den vergangenen Jahren mit insgesamt 20.000 Euro unterstützt.
Ziel des geplanten Großobjektedepots ist die fach- und sachgerechte sowie dauerhafte Lagerung von Großobjekten des Freilandmuseums Oberpfalz. Dazu gehören unter anderem historische Fahrzeuge und Landmaschinen. Foto: Eva Gröninger/FMO
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des Bezirks Oberpfalz. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

