Sieben gesuchte Männer bei Grenzkontrollen festgenommen
Haftbefehle wegen fahrlässiger Tötung, Diebstahls und Verstößen gegen ein Kontaktverbot vollstreckt
Waidhaus. Bei den Grenzkontrollen auf der A6 haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus am Wochenende vom 17. bis 19. Juli insgesamt sieben gesuchte Männer festgestellt. Vier von ihnen kamen in eine Justizvollzugsanstalt oder in Polizeigewahrsam. Drei weitere konnten eine Inhaftierung durch Zahlungen abwenden.
Unter den Festgenommenen befand sich ein 27-jähriger Rumäne, gegen den ein Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung vorlag. Zwei weitere Männer wurden aufgrund internationaler beziehungsweise europäischer Haftbefehle festgenommen.
Untersuchungshaftbefehl nach tödlichem Verkehrsunfall
Am Samstag kontrollierten die Bundespolizisten einen 27-jährigen rumänischen Staatsangehörigen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart suchte ihn wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung.
Dem Mann wird vorgeworfen, im Januar 2024 in Stuttgart mit einem BMW auf winterglatter Fahrbahn und mit abgefahrenen Reifen unangemessen beschleunigt zu haben. Dabei soll er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben und auf der Gegenfahrbahn frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen sein.
Ein weiteres Fahrzeug konnte laut Bundespolizei nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf eines der beteiligten Autos auf. Eine Frau starb noch an der Unfallstelle. Mehrere weitere Menschen erlitten zum Teil erhebliche Verletzungen.
Die Bundespolizisten nahmen den 27-Jährigen fest und brachten ihn am Sonntag zur zentralen Polizeigewahrsamsstelle nach Stuttgart. Dort wurde er den zuständigen Behörden übergeben.
Tscheche per internationalem Haftbefehl gesucht
Bereits am Freitag nahmen die Beamten einen 38-jährigen Tschechen fest. Er war als Fahrgast in einem Fernreisebus von Prag nach London unterwegs.
Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Bundespolizisten einen internationalen Haftbefehl fest. Die tschechischen Behörden suchten den Mann seit dem 10. Juli 2026 zum Zweck der Auslieferung.
Nach den Angaben im Haftbefehl soll er im Juli 2025 in einem Supermarkt in Vsetín unter anderem Kosmetik-, Drogerie-, Lebensmittel- und Hygieneartikel im Wert von umgerechnet rund 210 Euro gestohlen haben. Die Tat soll er begangen haben, obwohl er bereits wegen Diebstahls zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war.
Nach der Vorführung beim Amtsgericht Weiden wurde der Mann in die Justizvollzugsanstalt Nürnberg gebracht.
Kontaktverbot mehrfach missachtet
Am Sonntag stellten die Beamten bei einem 45-jährigen Rumänen insgesamt vier Fahndungsnotierungen fest. Darunter befanden sich ein europäischer sowie ein internationaler Haftbefehl zur Festnahme und Auslieferung.
Nach Angaben der Bundespolizei war der Mann zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er soll trotz eines gerichtlich angeordneten Kontaktverbots innerhalb weniger Tage 15 E-Mails an seine ehemalige Partnerin geschickt und sie 54-mal angerufen haben.
Gerichte in Valencia hatten demnach eine Aussetzung der Strafe abgelehnt. Nachdem der Mann einer Aufforderung zum Haftantritt nicht nachgekommen war, erließen die zuständigen Behörden zunächst einen nationalen und später einen europäischen sowie internationalen Haftbefehl. Außerdem sollen drei weitere Verfahren wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen anhängig sein.
Nach seiner Vorführung beim Amtsgericht Weiden kam auch der 45-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Nürnberg.
Geld für offene Strafen fehlte
Weniger glimpflich endete am Freitag die Kontrolle eines 40-jährigen Rumänen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg suchte ihn mit einem Vollstreckungshaftbefehl.
Das Amtsgericht Duisburg hatte ihn im Mai 2025 wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs zu einer Geldstrafe verurteilt. Um eine mehrwöchige Ersatzfreiheitsstrafe abzuwenden, hätte der Mann einschließlich der Verfahrenskosten 3000 Euro bezahlen müssen.
Da er den Betrag nicht aufbringen konnte, lieferten ihn die Beamten in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein.
Drei Männer bezahlen offene Forderungen
Drei weitere Gesuchte konnten ihre Reise nach der Begleichung offener Forderungen fortsetzen.
Ein 27-jähriger Rumäne bezahlte eine ausstehende Geldstrafe und Verfahrenskosten in Höhe von insgesamt 400 Euro. Er war im September 2025 vom Amtsgericht Coburg wegen Diebstahls verurteilt worden.
Ein 31-jähriger Moldauer beglich eine offene Geldstrafe und Verfahrenskosten von insgesamt 500 Euro. Gegen ihn lag ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Berlin vor. Das Amtsgericht Tiergarten hatte ihn im April 2023 wegen Diebstahls verurteilt.
Ein 27-jähriger Slowake bezahlte eine offene Geldbuße von insgesamt 180 Euro. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hatte ihn mit einem Vollstreckungshaftbefehl gesucht. Ohne die Zahlung hätten ihm mehrere Tage Erzwingungshaft gedroht.
Soweit die Strafverfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen sind, gilt für die Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.
Bei den Grenzkontrollen auf der A6 bei Waidhaus hat die Bundespolizei innerhalb eines Wochenendes sieben gesuchte Männer festgestellt. Unter ihnen waren ein wegen fahrlässiger Tötung Beschuldigter sowie zwei Männer, nach denen international gefahndet wurde.

