Vermisstensuche am Erlenweiher
Großaufgebot sucht seit Dienstagabend nach 56-Jährigem aus Windischeschenbach
Thumsenreuth/Krummennaab. Ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Wasserrettung hat am Dienstagabend am Erlenweiher bei Thumsenreuth (Gemeinde Krummennaab, Landkreis Tirschenreuth) begonnen. Bis in die frühen Morgenstunden suchten zahlreiche Einsatzkräfte fieberhaft nach einem seit mehreren Tagen vermissten Mann aus Windischeschenbach.
Bei dem Vermissten handelt es sich um einen Mann des Jahrgangs 1969. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte er bereits am Montag, 30. Juni, sein Wohnhaus in Windischeschenbach verlassen und angekündigt, in Kürze wieder zurückzukehren. Da er weder Mobiltelefon noch persönliche Gegenstände mitführte und nicht zurückkehrte, meldete ihn seine Ehefrau am Dienstag bei der Polizei als vermisst.
Zunächst konzentrierten sich die Such- und Ermittlungsmaßnahmen auf das Umfeld seines Wohnortes. Dabei kamen unter anderem Suchhunde und Drohnen zum Einsatz. Im Verlauf der Ermittlungen ergab sich jedoch ein möglicher Hinweis auf den Erlenweiher bei Thumsenreuth. Dort entdeckten Polizeibeamte im Bereich einer Umkleidekabine eine Brille, die von der Familie eindeutig als Eigentum des Vermissten identifiziert wurde.
Daraufhin leitete die Polizei am Dienstagabend eine groß angelegte Suchaktion am Badeweiher ein. Neben Einsatzkräften der Polizei waren zahlreiche Feuerwehren, der Rettungsdienst sowie Wasserrettungseinheiten aus den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab und Amberg-Sulzbach im Einsatz.
Ein Polizeihubschrauber suchte aus der Luft unter anderem die Strecke zwischen Windischeschenbach und dem Erlenweiher ab. Die Feuerwehren leuchteten die Einsatzstelle weiträumig aus. Die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Erbendorf sorgte dabei für die großflächige Ausleuchtung.
Zunächst versuchte eine Rettungshundestaffel des BRK mit einem Mantrailer sowie Flächensuchhunden, eine Spur des Vermissten aufzunehmen. Nachdem diese Maßnahmen ohne Erfolg geblieben waren, konzentrierte sich der Einsatz auf den Badeweiher.
Wasserrettungskräfte durchsuchten den Nichtschwimmerbereich und die Uferzonen in einer Suchkette. Parallel kam moderne Unterwasser-Sonartechnik zum Einsatz, um den Gewässergrund systematisch abzusuchen. Zusätzlich wurde das Gelände mit Drohnen aus der Luft kontrolliert.
Bis gegen 3 Uhr blieb die intensive Suche jedoch ohne Erfolg. Die Einsatzkräfte beendeten die Maßnahmen in den frühen Morgenstunden.
Ob und in welcher Form die Suche fortgesetzt wird, entscheidet die Polizei anhand der weiteren Ermittlungen. Eine offizielle Öffentlichkeitsfahndung war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht erfolgt.
















