Gesuchter Ladendieb geht Bundespolizei bei Grenzkontrolle ins Netz
WAIDHAUS. Für einen 34-jährigen Rumänen endete die Einreise nach Deutschland am Donnerstag (11. Juni) direkt hinter der Grenze in Waidhaus. Bei einer Kontrolle auf der A6 stellten Beamte der Bundespolizei fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag.
Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass die Staatsanwaltschaft Traunstein nach dem 34-Jährigen suchte. Hintergrund ist eine Verurteilung durch das Amtsgericht Rosenheim aus dem Jahr 2023. Wegen mehrfachen Diebstahls war der Mann zu einer Geldstrafe von 2.800 Euro verurteilt worden.
Nach Angaben der Ermittler hatte er in mehreren Supermärkten in Rosenheim Waren gestohlen. Die Beute reichte von Kleidung über Getränke und Kosmetik bis hin zu Lebensmitteln, Schmuck und Wertkarten. In einem Fall soll er sogar einen voll beladenen Einkaufswagen unbehelligt aus einem Supermarkt geschoben und die gestohlenen Waren anschließend in ein Fluchtfahrzeug geladen haben, in dem bereits ein Komplize wartete.
Weil der Mann die verhängte Geldstrafe bis heute nicht bezahlt hatte und sich dem Zugriff der Justiz entzog, wurde ein Vollstreckungshaftbefehl erlassen.
Auch bei der Kontrolle in Waidhaus konnte der 34-Jährige die offene Forderung nicht begleichen. Statt die Reise fortzusetzen, ging es deshalb für ihn direkt weiter in die Justizvollzugsanstalt Regensburg. Dort muss er nun eine mehrmonatige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.
Foto: Bundespolizei

