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Zwei Elfjährige wollten die Leitstelle „verarschen“ – doch der Disponent spielte nicht mit

SCHWANDORF. Manche lernen früh, dass ein Handy mehr kann als TikTok und Sprachnachrichten. Zwei elfjährige Jungen aus Schwandorf mussten am Donnerstag allerdings feststellen, dass Notrufleitungen kein Spielplatz sind.

Gegen 16:30 Uhr gingen bei der Integrierten Leitstelle mehrere Notrufe von derselben Mobilfunknummer ein. Am anderen Ende meldete sich angeblich ein Brandfall – ehe Gelächter und das Wort „verarscht“ zu hören waren. Offenbar hielten die beiden Jungen ihren kleinen Telefonstreich für besonders lustig.

Weniger amüsiert war allerdings der Disponent. Denn moderne Technik funktioniert inzwischen leider besser als manche Kinder glauben: Die Anrufe konnten geortet werden. Kurz darauf traf die Polizei einen 11-jährigen Jungen aus Schwandorf an, der schließlich zugab, gemeinsam mit einem ebenfalls elfjährigen Freund die falschen Notrufe von einem Spielplatz in der Steinberger Straße aus abgesetzt zu haben.

Die Polizei zeigte den Missbrauch von Notrufen bei der Staatsanwaltschaft an. Strafrechtliche Konsequenzen drohen den Kindern wegen ihres Alters zwar nicht – die erzieherischen Maßnahmen dürften nun aber im Elternhaus stattfinden. Und vermutlich fällt die nächste Handyrechnung für den Nachwuchs deutlich unangenehmer aus als gedacht.

Notrufe sind übrigens kein Scherz: Während Leitstellen mit Fake-Anrufen beschäftigt werden, könnten echte Notfälle wertvolle Zeit verlieren.

Foto: Symbolbild

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