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Bayern rüstet sich für Stromausfälle: Neue Notstromaggregate für Feuerwehren und Katastrophenschutz

MÜNCHEN/REGENSBURG. Bayern investiert weiter in den Schutz der Bevölkerung bei möglichen Stromausfällen. Mit neuen Notstromgerätesätzen stärkt der Freistaat gezielt die Einsatzfähigkeit von Feuerwehren und Katastrophenschutzbehörden im gesamten Bundesland. Ziel ist es, bei länger andauernden Stromausfällen wichtige Einrichtungen funktionsfähig zu halten und die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Notstrom für kritische Infrastruktur

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellt neue Notstromgerätesätze für die bayerischen Feuerwehren vor.
Foto: BayStMI, Giulia Iannicelli

Wie Bayerns Innen- und Katastrophenschutzminister Joachim Herrmann erklärte, soll künftig jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt einen eigenen Notstromgerätesatz erhalten. Die Ausstattung besteht aus mehreren unterschiedlich leistungsstarken Notstromaggregaten sowie ergänzender Technik. Damit können im Ernstfall entweder einzelne Gebäude direkt versorgt oder Strom in bestehende Netze eingespeist werden.

Die Geräte kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn ein sogenannter Brownout oder Blackout die reguläre Stromversorgung beeinträchtigt. Kritische Infrastruktur wie Einsatzleitungen, Notunterkünfte oder wichtige Versorgungseinrichtungen sollen dadurch weiterhin betrieben werden können.

Millioneninvestitionen in den Katastrophenschutz

Die Beschaffung der Anlagen ist Teil des Sonderinvestitionsprogramms „Katastrophenschutz Bayern 2030“. Seit dem Jahr 2022 hat der Freistaat nach Angaben des Innenministeriums rund 29 Millionen Euro in zusätzliche Notstromkapazitäten investiert. Damit reagiert Bayern auf steigende Anforderungen im Bevölkerungsschutz sowie auf neue Risiken durch extreme Wetterlagen, technische Störungen oder großflächige Energieausfälle.

Unterstützung durch zusätzliche Großanlagen

Ergänzend zu den Gerätesätzen für die Feuerwehren werden weitere leistungsstarke Netzersatzanlagen beschafft. Diese Anlagen können beispielsweise Krankenhäuser oder ganze Ortsteile mit Strom versorgen und sollen künftig von spezialisierten Elektroversorgungs-Einheiten eingesetzt werden. Die Auslieferung dieser Systeme ist ab Herbst geplant.

Kommunen bleiben zentraler Bestandteil der Krisenvorsorge

Neben den Investitionen des Freistaats spielt weiterhin die Vorbereitung auf kommunaler Ebene eine entscheidende Rolle. Städte und Landkreise entwickeln Notfallpläne, bauen eigene Notstromkapazitäten auf und richten Anlaufstellen für die Bevölkerung ein. Sie gelten im Krisenfall als erste Ansprechpartner vor Ort.

Gleichzeitig appelliert das Innenministerium auch an die Bevölkerung, selbst Vorsorge zu treffen. Private Notfallplanung könne Einsatzkräfte entlasten und dazu beitragen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.

Neue Notstromaggregate für Bayerns Feuerwehren
Foto: BayStMI, Giulia Iannicelli
Neue Notstromaggregate für Bayerns Feuerwehren
Foto: BayStMI, Giulia Iannicelli
Neue Notstromaggregate für Bayerns Feuerwehren
Foto: BayStMI, Giulia Iannicelli
Neue Notstromaggregate für Bayerns Feuerwehren
Foto: BayStMI, Giulia Iannicelli
Neue Notstromaggregate für Bayerns Feuerwehren
Foto: BayStMI, Giulia Iannicelli