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Grüne kritisieren Bericht zum Meixenberger-Gebäude – „Wirft Fragen nach der Seriosität des Wahlkampfs auf“

ERBENDORF. Im Streit um die Zukunft des ehemaligen Meixenberger-Gebäudes in Erbendorf melden sich nun auch die Grünen zu Wort. In einer Pressemitteilung zeigt sich die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Steinwald, irritiert über einen Bericht in einem Online-Portal, in dem von einer geplanten Lebensmittelproduktion in dem Gebäude die Rede ist.

Nach Angaben der Grünen sei der geplante Erwerb des Anwesens durch den Kunst- und Kulturverein Erbendorf (KuKuVe) den Stadtratsfraktionen bereits seit einiger Zeit bekannt gewesen. Der Verein habe seine Pläne für ein öffentliches Kunst- und Kulturhaus demnach bereits vor einigen Monaten in einem gemeinsamen Treffen mit den Fraktionssprechern vorgestellt.

Verein hatte Pläne bereits präsentiert

Wie Fraktionssprecher Josef Schmidt mitteilt, habe der KuKuVe nach eigenen Angaben bereits eine Einigung mit der Eigentümerin erzielt. Auch der CSU-Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Matthias Fütterer sei bei dem Gespräch anwesend gewesen und habe die Pläne des Vereins gekannt.

„Dass nun kurz vor der Stichwahl eine solche Meldung lanciert wird, wirft Fragen nach der Seriosität des Wahlkampfs auf“, erklärt Schmidt in der Pressemitteilung.

Der Kunst- und Kulturverein habe erst am Freitag, 13. März 2026, die Zusage für eine Förderung erhalten, die das Projekt für ein Kunsthaus entscheidend absichern solle.

Kritik an Vorgehen der CSU/CWL

Die Grünen werfen der CSU/CWL-Fraktion vor, mit der Veröffentlichung die ehrenamtliche Arbeit des Vereins zu untergraben. Das Engagement der Mitglieder verdiene Respekt.

„Ein solches Vorgehen ist nicht nur respektlos gegenüber dem Engagement des Vereins, sondern beschädigt auch das Vertrauen in die politische Kultur unserer Stadt“, erklärt Ortssprecher Fabian Keppler-Stobrawe.

Nach Ansicht der Grünen stelle sich zudem die Frage, weshalb dem Unternehmer Erdem Cakmak offenbar Zusagen für das Gebäude gemacht worden seien, obwohl die Nutzung nach Darstellung des Vereins bereits geklärt gewesen sei.

Die Fraktion kündigt an, das Gespräch mit dem Unternehmer suchen zu wollen, um mögliche alternative Lösungen für dessen Vorhaben zu prüfen.

Stichwahl sorgt für zusätzliche Brisanz

Der Konflikt fällt in eine politisch sensible Phase: Am 22. März steht in Erbendorf die Stichwahl um das Bürgermeisteramt an.

Die Grünen appellieren in ihrer Mitteilung an die Wähler, sich für einen fairen und konstruktiven politischen Kurs zu entscheiden. Für den zukünftigen Bürgermeister werde es eine wichtige Aufgabe sein, die Zusammenarbeit der Fraktionen im neu gewählten Stadtrat zu stärken.

Trotz eines Mandatsverlusts wollen sich die Grünen nach eigenen Angaben weiterhin für Transparenz und eine konstruktive Zusammenarbeit im Stadtrat einsetzen.