BlaulichtOberpfalz

Asylbewerber nach Syrien-Urlaub an Grenze festgenommen – 900 Euro bezahlt und weitergereist

WAIDHAUS. Bei einer Grenzkontrolle auf der A6 haben Beamte der Bundespolizei Waidhaus in der Nacht zum Donnerstag einen 23-jährigen Syrer festgenommen. Der Mann war mit einem Fernreisebus von Prag nach Amsterdam unterwegs, als die Polizei ihn überprüfte.

Dabei stellte sich heraus: Gegen den jungen Mann lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vor. Das Amtsgericht Nürnberg hatte ihn bereits im Mai 2025 wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt. Weil er die Summe bislang nicht bezahlt hatte, wurde er zur Fahndung ausgeschrieben.

Monat in Syrien – trotz laufendem Asylverfahren

Bei der Kontrolle zeigte der 23-Jährige einen gültigen syrischen Reisepass sowie eine deutsche Bescheinigung über seinen Asylantrag vor. Beim Blick in den Pass bemerkten die Beamten mehrere aktuelle Ein- und Ausreisestempel. Demnach hatte sich der Asylbewerber erst vor Kurzem rund einen Monat lang in Syrien aufgehalten.

Auf Nachfrage erklärte er, er habe dort seine Eltern besucht. Die Bundespolizei leitete diese Information an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiter. Dort wird nun geprüft, ob die Syrien-Reise Auswirkungen auf sein Asylverfahren haben könnte.

Bekannter zahlt offene Strafe

Ein Bekannter des Mannes beglich schließlich die offene Geldstrafe direkt bei der Bundespolizei. Damit entging der 23-Jährige einer Ersatzfreiheitsstrafe und durfte seine Reise fortsetzen.

Foto: Bundespolizei

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