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100 Tonnen Kampfmittel in Bayern beseitigt

28 Bombenblindgänger entschärft – Innenminister Herrmann warnt vor Zufallsfunden

MÜNCHEN/REGENSBURG. Rund 100 Tonnen alte Kampfmittel haben Experten im Jahr 2025 in Bayern beseitigt und entsorgt. Damit lag die Menge erneut über dem Vorjahresniveau. Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann waren es 13 Tonnen mehr als 2024.

Die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes machten im vergangenen Jahr außerdem 28 Blindgänger alliierter Spreng- und Splitterbomben unschädlich.

„Noch immer holen die Sprengstoffexperten sowie Fachfirmen fast täglich Weltkriegsmunition aus bayerischem Boden“, erklärte Herrmann. Dazu gehörten Bombenblindgänger ebenso wie Zufallsfunde bei Freizeitaktivitäten oder während Bauarbeiten.

Niedrige Wasserstände erhöhen Fundwahrscheinlichkeit

Besonders in Gebieten, die während des Zweiten Weltkriegs stark bombardiert wurden, müsse weiterhin mit Blindgängern gerechnet werden. Nach Angaben des Innenministers wirkt sich derzeit auch die anhaltende Wasserknappheit aus. Bei niedrigen Wasserständen könnten Kampfmittel sichtbar werden, die zuvor von Wasser und Sediment bedeckt waren.

Grundstückseigentümer und Bauherren müssen vor Bodeneingriffen einem konkreten Verdacht auf mögliche Bomben oder Munition nachgehen. Falls erforderlich, müssen Fachfirmen mit der Suche und Bergung beauftragt werden. Die gefundenen Kampfmittel werden anschließend dem Kampfmittelbeseitigungsdienst zur Entsorgung übergeben.

Bei Funden: Hände weg und Polizei rufen

Herrmann warnte ausdrücklich davor, aufgefundene Munition anzufassen. „Besondere Vorsicht ist auch bei Zufallsfunden geboten – gehen Sie hier kein Risiko ein“, appellierte der Minister.

Für Kampfmittelfunde gilt grundsätzlich: Die Gegenstände in ihrer Lage belassen und sofort die Polizei verständigen. Diese veranlasst anschließend die notwendigen Schritte und nimmt Kontakt mit den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes auf. Auch Eltern sollten ihre Kinder auf die Gefahren solcher Fundstücke hinweisen.

Die Kosten für die Beseitigung und Entsorgung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst übernimmt der Freistaat Bayern. Im Jahr 2025 wurden dafür knapp 1,9 Millionen Euro ausgegeben.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des Bayerischen Innenministeriums. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.